Zwei Platzverweise, Spielunterbrechung! Lok Leipzig gewinnt in Meuselwitz

Meuselwitz - In einer nicht nur wegen der Temperaturen hitzigen Regionalligapartie konnte sich Lok Leipzig am Sonntagnachmittag bei Angstgegner ZFC Meuselwitz erstmals überhaupt mit 1:0 (0:0) durchsetzen. Auf dem Platz ging es vor 1709 Zuschauern in der Bluechip-Arena aber heiß her - inklusive zwei Platzverweisen und einer Spielunterbrechung.

Patrick Wolf (l.) traf in der 9. Minute der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg in Meuselwitz. (Archivbild)
Patrick Wolf (l.) traf in der 9. Minute der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg in Meuselwitz. (Archivbild)  © Picture Point/Kerstin Dölitzsch

Nach dem 1:1 in Auerbach am Dienstag mussten die Probstheidaer ihre Tabellenführung erst einmal wieder abgeben, weil Herthas Bubis 4:1 in Meuselwitz gewannen - dem heutigen Leipziger Gegner. Beim ZFC konnte Lok in sechs Anläufen noch nie gewinnen (vier Pleiten, zwei Remis).

Djamal Ziane fehlte Teammanager Björn Joppe in Ostthüringen verletzungsbedingt. Für ihn begann Stephané Mvibudulu, um den sich nach wenigen Minuten alles drehte. Im Sechzehner wurde der 26-jährige Neuzugang gerempelt und fiel, doch Schiri Felix Burghardt zeigte nicht auf den Punkt.

Nach einer Viertelstunde lag die Führung für die Gastgeber in der Luft. Nach einem Eckball probierte Fabian Raithel sein Glück aus der Ferne, ein Leipziger fälschte ab, der Ball flog knapp am Tor vorbei (15.).

Bei Lok wollte es offensiv noch nicht so funktionieren, Maik Salewski mit einem Verzweiflungsschuss in der 34. Minute - drüber.

Nach weiteren guten Gelegenheiten für Meuselwitz hatte Matthias Steinborn nach Vorlage von Aykut Soyak endlich mal eine ansehnliche Chance, schoss aber vorbei (41.).

Gegenstand trifft Linienrichter - Zweiter Platzverweis

Halbzeitpause rum, beide Teams wieder on Fire!

Alexander Dartsch erst mit toller Gelegenheit für den ZFC, anschließend der Ex-Meuselwitzer Romario Hajrulla für Lok (50.).

Danach durften die Hausherren wieder: Dartsch lief sich auf dem linken Flügel frei, passte zu Timo Mauer, dessen Schuss aber nur an den Pfosten klatschte (60.).

Und dann musste David Urban gehen! Gegen seinen Ex-Verein sah er die Gelb-Rote Karte. Nicht ungewöhnlich, war er die ganze Partie über geladen.

Etwa eine Viertelstunde vor dem Spielende verließen der Unparteiische und seine Assistenten das Feld. Niemand wusste so recht, was passiert war. Später stellte sich heraus, dass ein Linienrichter von einem Gegenstand getroffen wurde.

Nach mehreren Minuten wurde die Begegnung fortgesetzt. In der langen Nachspielzeit gelang den Gästen doch noch der Siegtreffer, Patrick Wolf traf aus kurzer Distanz - 1:0 (90.+9). Zuvor sah Meuselwitz' Michael Rudolph die Gelb-Rote Karte (90.).

Durch den Last-Minute-Sieg ist Lok weiter Zweiter mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Hertha II. Jetzt steht erst einmal die Länderspielpause an. Erst am 13. September (19.30 Uhr) ist der Berliner AK zu Gast im Bruno-Plache-Stadion.

Mehr zum Thema Lok Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0