"Zieh doch selber um!": Aktivisten geben Kampf um Pödelwitz nicht auf

Pödelwitz - Der Kampf zwischen der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft (MIBRAG) und Aktivisten um das kleine Dorf Pödelwitz im Landkreis Leipzig geht weiter.

© robinwood.de

Am Montagabend haben Mitglieder des Umweltschutzvereins Robin Wood ein großes Banner am alten Absetzer des Tagebaus Espenhain aufgehängt. Darauf ist "Zieh doch selber um! -Pödelwitzbleibt #Climatejusticenow" zu lesen. Worum geht's?

MIBRAG kauft nach und nach das Dorf Pödelwitz südlich von Leipzig auf und siedelt die Bewohner des 700 Jahre alten Örtchens um. In der Region rund um das Braunkohlekraftwerk Lippendorf soll so noch mehr Kohle abgebaut werden können.

Dazu der Verein Robin Wood: "Das Kraftwerk Lippendorf landete 2013 auf Platz drei der gesundheitsschädlichsten Kraftwerke in Deutschland. Einer Greenpeace-Studie zufolge sorgt es jährlich für über 200 vorzeitige Tode sowie über 2.200 verlorene Lebensjahre."

Die Aktivisten fordern ein Ende des Kohleabbaus im Leipziger Land und weltweit. "Die Zerstörung der Umwelt durch die klimaschädliche Kohleverstromung gilt es zu verhindern!", so die Aktivistin Jenny Becker.

Robin Wood möchte es allerdings nicht bei Transparenten im Tagebau Espenhain belassen. Vom 28. Juli bis zum 5. August wird es auch ein Klimacamp mit dem Namen "Leipziger Land" geben (TAG24 berichtete), am ersten Tag des Camps außerdem eine Demonstration unter dem Motto "Klima retten - Kohle ersetzen".


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