Schwangere 18-Jährige auf Ferieninsel erstochen: Eine Stadt in Trauer

Berlin - Zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod der 18-jährigen Maria wird es eine Gedenkveranstaltung in Zinnowitz auf der Insel Usedom (Vorpommern-Greifswald) geben.

Kerzen und Blumen stehen vor dem Eingang des Hauses, in dem am 19.03.2019 eine 18-jährige Frau tot aufgefunden wurde.
Kerzen und Blumen stehen vor dem Eingang des Hauses, in dem am 19.03.2019 eine 18-jährige Frau tot aufgefunden wurde.

Dazu haben die evangelische Kirchengemeinde und die Kommune für diesen Mittwoch eingeladen, wie Bürgermeister Peter Usemann (Wählergemeinschaft) am Montag in Zinnowitz sagte.

"Es ist eine schwierige Situation für uns, keiner hat je mit so einem traurigen Fall zu tun gehabt.» Man wolle auch vielen Jugendlichen einen Ort zum Trauern geben, an dem sie sagen können, was sie fühlen und denken.

In dem Gedenkgottesdienst, bei dem auch Spenden für eine würdige Beerdigung der Getöteten gesammelt werden sollen, werden unter anderem Pastorin Christa Heinke und der Bürgermeister sprechen. "Wir wollen als Gemeinde mit dafür sorgen, dass das Mädchen eine standesgemäße und vernünftige Beerdigung bekommt", sagte Usemann. Fotografieren und Filmen soll nicht erlaubt werden, wie ein Sprecher der Kirchengemeinde erklärte.

Die Polizei hat bisher keinen Tatverdächtigen festgenommen, wie eine Sprecherin am Montag sagte. Bisher waren etwa 50 Menschen aus dem Umfeld der Getöteten überprüft worden.

"Die Leute fragen immer wieder: Wer ist zu so etwas fähig?", sagte Usemann. Eine Bekannte hatte die 18-Jährige am Abend des 19. März tot in deren Wohnung gefunden. Das Opfer hatte Stichverletzungen.

Die Tote wies Stichverletzungen auf. Sie stammte aus Stralsund und lebte alleine in der Zinnowitzer Wohnung.
Die Tote wies Stichverletzungen auf. Sie stammte aus Stralsund und lebte alleine in der Zinnowitzer Wohnung.  © DPA

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