Schwangere Maria (†18) auf Usedom erstochen: Taucher suchen nach Tatwaffe(n)

Zinnowitz - Es ist ein Fall, der einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt: Maria K. wurde im dritten Monat schwanger am 19. März 2019 leblos in ihrer Wohnung in Zinnowitz aufgefunden – und zwar erstochen (TAG24 berichtete). Nun sucht die Polizei von Zinnowitz nach Hinweisen.

Die 18-jährige Maria K. wurde erstochen aufgefunden.
Die 18-jährige Maria K. wurde erstochen aufgefunden.  © DPA

Es gebe Erkenntnisse, dass sich im Bereich der Seebrücke Beweismittel befinden könnten, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Darunter könnten auch die Tatwaffen sein, aber auch andere Beweise, sagte sie.

Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" berichtet. Von den Tatwaffen fehlte bislang jede Spur.

Sieben Polizeitaucher waren den Angaben zufolge im Einsatz. Ob sie etwas gefunden haben, blieb am Donnerstag unklar. Möglicherweise soll die Suche auch an weiteren Tagen fortgesetzt werden.

Rund vier Wochen nach dem Mord an der 18-jährigen Maria auf Usedom hatten die Ermittler in der vergangenen Woche zwei 19 und 21 Jahre alte Männer festgenommen (TAG24 berichtete). Sie sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Neustrelitz bzw. in der JVA Stralsund und beschuldigen sich wohl gegenseitig.

Nicolas K. und dem zwei Jahre älteren Niko G. werden gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen. Nicolas K. ist polizeibekannt, erhielt mehrere Verurteilungen wegen Gewaltstraftaten. Allerdings darf die U-Haft nicht länger als sechs Monate dauern, daher drängt die Zeit, die Tatwaffen zu finden. Zuvor hatten die Tatverdächtigen Angaben zum Fundort gemacht, die Suche der Polizei verlief bislang jedoch ohne Erfolg.

Zunächst war unklar, was das Motiv war. Es steht der Verdacht im Raum, dass die beiden Männer aus Mordlust getötet haben. Sie sollen die junge Frau auf brutalste Art und Weise erstochen haben, weil sie jemanden sterben sehen wollt. Nach der unfassbaren Tat sollen sie sogar in der Stadt darüber gesprochen haben, heißt es.

Die Polizei sucht weiter nach den Tatwaffen.
Die Polizei sucht weiter nach den Tatwaffen.

Titelfoto: DPA

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