Zirkusmitglied angeschossen: Polizei durchkämmt Winterquartier

Lübtheen - Staatsanwaltschaft und Polizei haben am Mittwoch das Gelände eines in Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) ansässigen Zirkus durchkämmt. Sie waren auf der Suche nach einer Schusswaffe.

Das Logo des Wanderzirkus "Monaco" steht in Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) vor dem Gelände des Winterquartiers.
Das Logo des Wanderzirkus "Monaco" steht in Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) vor dem Gelände des Winterquartiers.  © DPA

Ende Mai 2018 war ein Mitglied einer Zirkusfamilie im Landkreis Ludwigslust-Parchim durch einen Schuss ins Bein verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Das 47-jährige Opfer hatte sich ins Krankenhaus einliefern lassen, schweigt aber seither zu diesem Vorfall.

Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass der Schütze aus dem privaten Umfeld des Opfers stammt. Aus diesem Grund habe das zuständige Amtsgericht auf Antrag der Schweriner Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss für das Privatgrundstück samt Gebäude erlassen.

Wie das Hagenower Kreisblatt berichtet, werde ein Beschuldigter derzeit in Hagenow vernommen. Bei dem Mann handle es sich ebenfalls um einen Mitarbeiter des Zirkus Monaco.

Im Einsatz waren Kräfte der Bereitschaftspolizei, ein Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes sowie Beamte der Polizeiinspektion Ludwigslust.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. (Symbolbild)
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. (Symbolbild)  © DPA

Update, 14.51 Uhr

Wie die Polizei inzwischen mitteilte, wurde die Durchsuchung des Geländes beendet, die gesuchte Schusswaffe aber nicht gefunden. Gegen einen Beschuldigten werde jedoch wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

Bei der Durchsuchung des etwa 8.000 Quadratmeter großen Grundstücks waren etwa 200 Beamte im Einsatz.

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