"You are welcome": Ein Ami als Bürgermeister in Zittau

Zittau - Der amerikanische Akzent ist deutlich hörbar: Ein Deutscher mit amerikanischen Wurzeln - so beschreibt sich Gerald Wood (54). Er ist nun der zweite Mann im Zittauer Rathaus hinter dem Oberbürgermeister. Der Stadtrat bestimmte ihn zum neuen hauptamtlichen Beigeordneten.

Von der Stadt Zittau war der neue zweite Mann im Rathaus sofort angetan.
Von der Stadt Zittau war der neue zweite Mann im Rathaus sofort angetan.  © dpa (Symbolbild)

Der Noch-Potsdamer ist eher durch Zufall auf Zittau aufmerksam geworden: "Ich habe Freunde aus Zittau, die ich vor 25 Jahren kennengelernt und auch besucht habe. Ich war sehr begeistert von der Stadt", erzählt der Unternehmensberater.

Sie hätten ihn auch auf die Stellenausschreibung aufmerksam gemacht. Mitte Februar guckt er sich die ersten Wohnungen an, will bald nach Zittau ziehen.

Sein Lebenslauf ist ungewöhnlich: Geboren in Kassel, lebt er als Sohn eines US-Militärs und einer Deutschen als Kind und Jugendlicher abwechselnd in den USA und Deutschland.

Bis zur Wende sei er für die US-Regierung in West-Berlin tätig gewesen.

Anfang der Neunziger war er Pressesprecher des Brandenburger Landtags, danach arbeitete er auch im Ausland. Seine beiden Kinder haben zwei Staatsbürgerschaften - er sei Deutscher.

Neuer Beigeordneter mit amerikanischem Akzent: Gerald Wood (54).
Neuer Beigeordneter mit amerikanischem Akzent: Gerald Wood (54).  © Stadt Zittau

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