Druffi-Duo rast mit Volvo in Streifenwagen und verschanzt sich

Im polnischen Sieniawka endete die wilde Verfolgungsjagd mit einem Unfall.
Im polnischen Sieniawka endete die wilde Verfolgungsjagd mit einem Unfall.  © Bundespolizei

Zittau/Sieniawka - Was für ein Morgen! Am Donnerstag kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd an der polnischen Grenze. Die Fahrt endete mit einem fatalen Unfall.

Kurz vor 7 Uhr wollten eine Streife der Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz (GEGO) einen verdächtigen Volvo kontrollieren. Doch dessen 32-jähriger Fahrer wollte den Beamten lieber nicht ins Netz gehen. Zu Recht!

Er erhöhte die Geschwindigkeit und raste dem Streifenwagen über die polnische Grenze davon. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, setzte sich dem Volvo mit drei Streifen auf die Fersen.

Im polnischen Sieniawka rammte der Fahrer dann einen der Polizeiwagen! Dieser wurden herumgeschleudert. Die wenigen Sekunden nutzte der 32-jährige Pole, um zu versuchen, über den Kofferraum zu flüchten. Doch die unverletzten Beamten hinderten ihn daran.

Der Beifahrer im Volvo (43) wurde leicht verletzt und wollte sich ebenfalls nicht geschlagen geben. Er verriegelte das Fahrzeug von innen. Die Polizisten mussten die Scheibe einschlagen.

Im Kofferraum des Volvo fanden die Beamten allerhand Gestohlenes.
Im Kofferraum des Volvo fanden die Beamten allerhand Gestohlenes.  © Bundespolizei

Es stellte sich heraus, dass beide Insassen nicht nur voll auf Amphetaminen waren, sondern der Fahrer auch noch per Haftbefehl gesucht wurde.

Bei der Kontrolle der Nummerschilder standen die Beamten zunächst vor einem regelrechten Wirrwarr. Montiert war ein Bautzner Kennzeichen, das zu einem im Mai gestohlenen VW T5 gehörte. Wie die Bundespolizei berichtet, war der Volvo jedoch zuvor mit polnischem Kennzeichen in Zittau gesehen worden.

Die Polizei vermutet, dass die beiden auf Diebestour in Deutschland gewesen waren, denn im Kofferraum wurden sowohl ein Rasenmäher, eine Kettensäge und Einbruchswerkzeug gefunden. Als dritte Option hatte sich das Duo auch noch ein paar weitere polnische Nummerschilder parat gelegt. In der Beifahrertür hatten sie schon mal eine Flasche Reizgas deponiert.

Es stellte sich außerdem heraus, dass der 32-jährige Fahrer in seinem Heimatland ein Fahrverbot ausgesprochen wurde.

Für die beiden Polen wird es nun ernst. Sie erwartet ein Strafverfahren wegen Diebstahl, Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Waffengesetz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte stellen.

Der Beifahrer wurde mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht. Die polnische Polizei übernahm die Unfallaufnahme.


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