Mysteriöser Fotobeweis: Hungrige Raubkatze unterwegs nach Sachsen?

Zittau - Wie gefährlich ist dieses Tier? Durch die böhmischen Wälder, im Grenzbereich zu Sachsen, schleicht bereits seit zwei Monaten eine Raubkatze. Nicht ausgeschlossen, dass sie längst die grüne Grenze überschritten hat ...

Diese Raubkatze sorgt für Angst im tschechisch-sächsischen Grenzgebiet.
Diese Raubkatze sorgt für Angst im tschechisch-sächsischen Grenzgebiet.  © Myslivecke zdruzeni

Zuletzt erfasste das Tier eine Fotofalle, in der Nähe bei Lukasov, zwischen Liberec und Jablonec nad Nisou, rund 15 Kilometer von der sächsischen Grenze bei Zittau entfernt.

Die Raubkatze ist offenbar hungrig. "Im Bereich der Fotofalle war Futter für das Wild abgelegt", bestätigte Polizeisprecher Pavel Lang gegenüber den tschechischen Medien.

Dass es sich um eine Raubkatze handelt, gilt unter Experten als sicher. Nicht nur der buschige Schwanz deutet darauf hin, auch die Größe des Kopfes. Vermutlich handelt es sich um ein etwa ein Jahr altes Tier.

"Um was für eine Art von Raubkatze es geht, wissen wir derzeit nicht", so Jana Vrabcova von der Stadt Jablonec. Auch Waldspaziergänger sahen das Raubtier hin und wieder durch das Dickicht schleichen. "Möglicherweise ist es einem Züchter entwischt oder wurde ausgesetzt."

Stadtverwaltung und Polizei warnen weiterhin ausdrücklich vor dem Betreten des Waldes. Noch immer suchen Polizeitrupps und Jäger regelmäßig die Wälder ab. Zwei Tierärzte stehen mit Betäubungswaffen in Bereitschaft.

In den letzten Tagen wurde das Raubtier nicht mehr im Böhmischen gesehen. Möglich, dass die Katze weitergezogen ist. "Bisher hat die Polizeidirektion Görlitz noch keine Warnung erhalten", so Polizeisprecherin Katharina Korch.

Aufgepasst: In diesem Gebiet wurde die mysteriöse Raubkatze zuletzt gesehen.
Aufgepasst: In diesem Gebiet wurde die mysteriöse Raubkatze zuletzt gesehen.  © Stepmap

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