Alarm! An Seen und in Bädern fehlen 500 Retter

Zittau - Rettungsschwimmer sind in Sachsen Mangelware! Ganz besonders an heißen Sommertagen und an den Wochenenden wird in den Bädern jede helfende Hand gebraucht. Dabei werden in Sachsen eigentlich jährlich genügend Kräfte ausgebildet - doch der Einsatz ist freiwillig und wird nicht entlohnt.

Rettungsschwimmerin Annabelle Jesche (18).
Rettungsschwimmerin Annabelle Jesche (18).  © Matthias Weber

Im Freistaat fehlen laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rund 500 Rettungsschwimmer, um die aktuelle Saison reibungslos abzusichern. So auch am Olbersdorfer See in Zittau: Dort waren im vergangenen Jahr knapp 100 Erste-Hilfe-Leistungen nötig.

"Der Mangel ist wirklich enorm. Derzeit sind wir mit nur 50 Rettungsschwimmern im Bezirk Zittau im Einsatz", sagt David Kupke, Vorsitzender der DLRG Zittau. Und diese 50 müssen reichen, um die Sicherheit in vier Bädern, am Olbersdorfer See sowie beim Schulschwimmen zu gewähren. "Wir bräuchten eigentlich mehr als die doppelte Verstärkung", so Kupke.

Eine, die freiwillig in ihren Ferien am Becken- beziehungsweise Uferrand steht, ist die 18-jährige Annabelle Jesche aus Zittau. Seit zehn Jahren ist sie Mitglied bei der DLRG, machte bereits mit 12 Jahren ihren Junior-Retter. Als Rettungsschwimmerin arbeitet sie derzeit fünfmal wöchentlich, meist am Olbersdorfer See.

"Ich arbeite da, wo andere Urlaub machen", sagt Jesche. Dass es an allen Ecken an Personal fehlt, das merke man, sagt Annabelle.

Was wie ein Surfbrett aussieht, ist in Wirklichkeit ein Rettungs-Board. Auch damit kann Annabelle gut umgehen.
Was wie ein Surfbrett aussieht, ist in Wirklichkeit ein Rettungs-Board. Auch damit kann Annabelle gut umgehen.  © Matthias Weber
Mit solchen motorisierten Schlauchbooten sind die Retter schnell bei den Hilfesuchenden. Jede Sekunde zählt.
Mit solchen motorisierten Schlauchbooten sind die Retter schnell bei den Hilfesuchenden. Jede Sekunde zählt.  © Matthias Weber

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