Ibrahimovic zurück beim AC Mailand: So lief das Comeback von "König Zlatan"

Mailand - Es ist wohl der spektakulärste Transfer des Winters. Zlatan Ibrahimovic ist zurück beim AC Mailand - und kam am Montagabend direkt zu seinem ersten Einsatz für die Rossoneri, gegen das abstiegsbedrohte Sampdoria Genua.

Ibrahimovic kam in der 55. Minute und beschäftigte gleich mal halb Genua.
Ibrahimovic kam in der 55. Minute und beschäftigte gleich mal halb Genua.  © Petter Arvidson/Bildbyran via ZUMA Press/dpa

Da ist er also wieder. Das personifizierte Selbstvertrauen, der fleischgewordene (und selbsternannte) Gott des Fußballsports kehrt noch einmal in die Sphären des europäischen Spitzenfußballs zurück und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die, im tristen Tabellenmittelfeld der italienischen Serie A versunkenen, Mailänder vor der Bedeutungslosigkeit zu retten.

Für einen 38-Jährigen eine Menge Holz, für den Schweden jedoch nicht der Rede wert. Er will es noch einmal wissen, es einmal mehr jedem beweisen, der ihn nicht zuletzt nach seinem Kreuzbandriss im April 2017 erzählen wollte, dass seine Karriere vorbei sei.

Nach ebenjener Kreuzbandverletzung ging es für "König Zlatan" nach Amerika in die Major League Soccer. Dort bombte er wie ein "junger" Gott. 56 Spiele, 52 Tore, 14 Vorlagen.

Auch wenn die MLS oft als Operettenliga verschrien ist, eine herausragende Quote. Zlatan kam, sah, siegte, verschwand und hinterließ mächtig Eindruck - und nicht zuletzt ein riesen Ego-Loch, dass die Liga nun erst einmal wieder stopfen muss.

Jetzt das zweite Kapitel beim AC Milan, das dritte in der Mode-Metropole Mailand.

Zerfahrenes Milan nach Ibrahimovic-Einwechslung plötzlich wie ausgewechselt

Darauf lässt sich aufbauen. Zlatan Ibrahimovic gab nach siebeneinhalb Jahre nach seinem letzten Auftritt für die Rossoneri sein Comeback.
Darauf lässt sich aufbauen. Zlatan Ibrahimovic gab nach siebeneinhalb Jahre nach seinem letzten Auftritt für die Rossoneri sein Comeback.  © Spada/Lapresse/Lapresse via ZUMA Press/dpa

Im Liga-Spiel gegen Sampdoria Genua durfte er erstmals ran. In der 55. Minute für den glücklosen Polen Krzsystof Piatek eingewechselt, zeigte Ibrahimovic sofort, dass er einer ist, an dem man sich aufrichten kann. Ein Typ mit Qualität und einem Ego, das wohl für die gesamte Elf reichen würde.

Und auch wenn er am torlosen Remis nichts ändern konnte, änderte seine Einwechslung einiges am Spiel der Rossoneri. Vorher zaghaft, zerfahren und teilweise sogar glücklich gegen den Tabellensechzehnten, hatte das Spiel des Teams von Gian Piero Gasperini plötzlich Ideen, Mut und sogar Chancen.

Nach dem Spiel sagte der Schwede, dass es seine Mannschaft noch das nötige "Selbstvertrauen vor dem Tor" brauche. "Ich hoffe, ich kann dem Team alles das geben und mehr Selbstvertrauen vermitteln", so der Rückkehrer weiter.

Auch wenn es letztlich nur für ein 0:0 reichte, die italienische Presse hingegen feiert Zlatan schon jetzt: "Ibra kommt und mit ihm eine weitere Jubelexplosion", so die "Tuttosport" am Dienstag, wenngleich sie auch resümierte: "Ibrahimovic ist nicht genug."

Im Vergleich zur 0:5-Packung am vergangenen Spieltag gegen Atalanta Bergamo jedoch eine ordentliche Steigerung des 18-fachen italienischen Meisters.

Das sieht dieser wohl anders. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob und inwiefern König Ibra den gefallenen Riesen wieder zu alter Stärke erwecken kann.

Ibrahimovic bei seiner Ankunft in Mailand. Die Tifosi waren außer sich.
Ibrahimovic bei seiner Ankunft in Mailand. Die Tifosi waren außer sich.  © Spada/LaPresse/AP/dpa

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