Zockte dieser Mann beim Auto-Verkauf ab?

Jürgen K. (48) drohen mindestens vier Jahre Haft.
Jürgen K. (48) drohen mindestens vier Jahre Haft.  © Haertelpress

Chemnitz - Wenn andere pleitegingen, witterte Jürgen K. (48) das große Geschäft: Mit Insolvenz-Waren wollte der Geschäftsmann den großen Durchbruch in Chemnitz schaffen. 

Es kam alles anders - und Jürgen K. drohen viele Jahre Haft.

In seinem Insolvenzwarenhandel verkaufte Jürgen K. auch Gebrauchtwagen. In mindestens 58 Fällen kassierte er laut Anklage auch das Geld, Autos wurden aber nicht geliefert. 

Genau 405080 Euro Schaden kamen so zusammen - jetzt wird wegen Betrugs verhandelt. 

Der ehemalige Laden an der Straße der Nationen: Wenigstens die Kleidung gab 
es tatsächlich.
Der ehemalige Laden an der Straße der Nationen: Wenigstens die Kleidung gab es tatsächlich.  © Haertelpress

Doch der Pleiten-König sieht sich als Opfer: "Meine Geschäftsführerin hat das Geld veruntreut. Sie will sich mit einer knappen Million Euro absetzen, hat das Flugticket schon gekauft", jammerte der Mann gestern vor Gericht.

Die Beschuldigte Claudia S. (35) erschien als Zeugin, ließ die Räuberpistole des Angeklagten glaubhaft platzen: "Herr K. machte fast nur Bar-Geschäfte. Ich arbeitete von Stuttgart aus, bekam kaum Unterlagen zu sehen, wurde immer wieder vertröstet. Ich habe dann gekündigt und selbst noch die Insolvenz angemeldet."

Jürgen K. ist mehr als 20-mal vorbestraft, saß auch schon hinter Gittern. Die vorgeworfenen Taten beging er bei laufender Bewährung. 

Ihm drohen jetzt mindestens vier Jahre Haft. Der Prozess wird morgen fortgesetzt.


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