Zoff um Bikos Tagebücher - Jetzt kommen noch drei Bände!

Kurt Biedenkopf (85).
Kurt Biedenkopf (85).

Von Torsten Hilscher

DRESDEN - Der Zoff um die Biko-Tagebücher - es kommt noch dicker. Auch die Bände vier bis sechs sind ohne den Freistaat nicht denkbar.Als Buchpate fungiert MP Stanislaw Tillich (56, CDU)! Wie berichtet, hatte das Land (also der Steuersäckel) Band zwei und drei wesentlich mitfinanziert, für bisher 307 000 Euro.

Biedenkopf bekennt: „Dass die ersten drei Bände des Tagebuchs in der vorliegenden Form ... und die weiteren in den folgenden Jahren erscheinen können, ist der Entscheidung des Freistaates Sachsen und seines Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich zu verdanken.“

Tillich habe die Publikation zu „seiner Sache“ gemacht, band das Projekt an den Freistaat.

Die Anregung zur Veröffentlichung an sich kam von Helmut-Kohl-Biograf Hans-Peter Schwarz.

Pikant: Mit der Sächsischen Landesbibliothek (SLUB) war neben der Staatskanzlei noch ein Staatsbetrieb involviert. Kein Geringerer als SLUB-Generaldirektor Thomas Bürger half bei den Büchern.

Nun rollen die parlamentarischen Nachspiele an: Grünen-Fraktions-Chef Volkmar Zschocke (46) stellte eine fünf Punkte umfassende, André Schollbach (37, Linke) eine vier Punkte betreffende Kleine Anfrage zu dem Thema an die Staatsregierung.

Die Biko-Tagebücher Band eins bis drei.
Die Biko-Tagebücher Band eins bis drei.

Fotos: Petra Hornig, PR


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