Zoll beschlagnahmt Bus: Reisende müssen umsteigen

Wangen im Allgäu - Weil ein Reiseunternehmer seine Steuerschulden nicht beglichen hat, ist sein Bus auf der Autobahn 96 bei Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) gepfändet worden.

Ein Zollbeamter sitzt an einem Schreibtisch. (Symbolbild)
Ein Zollbeamter sitzt an einem Schreibtisch. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Die sechs Passagiere, die aus der Schweiz Richtung Osteuropa unterwegs waren, mussten aussteigen und reisten mit Shuttles weiter an ihr Ziel, wie ein Sprecher des Zolls am Donnerstag mitteilte.

Auch der Busfahrer wurde am Dienstagabend von einem Ersatzbus aufgegabelt. Der Reisebus wurde beim Zoll eingeliefert.

"Das Unternehmen ist uns nicht unbekannt, es zahlt so gut wie nie seine Umsatzsteuern in Deutschland", erläuterte der Sprecher. So scheine es sich einen Vorteil gegenüber anderen Anbietern verschaffen zu wollen.

Schon im Dezember des vergangenen Jahres sei ein Bus des Unternehmens beschlagnahmt worden.

Wenn die Schulden auch weiterhin offen blieben, werde der Bus verkauft. Dadurch könnten etwa 20.000 der 30.000 Euro Schulden beglichen werden, hieß es.

Der Zoll ist nach eigenen Angaben grundsätzlich befugt, bei Kontrollen offene Forderungen bei ausländischen Schuldnern zu vollstrecken und unter Umständen auch Gegenstände zu pfänden.

Kontrolleure hielten den Reisebus an. (Symbolbild)
Kontrolleure hielten den Reisebus an. (Symbolbild)  © Hauptzollamt Ulm

Titelfoto: Hauptzollamt Ulm

Mehr zum Thema Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0