Zoll-Razzia gegen Schwarzarbeit in Südhessen: Spezialkräfte im Einsatz

Darmstadt - Dem Zoll ist am frühen Dienstagmorgen ein großer Schlag gegen die organisierte Schwarzarbeit in Südhessen gelungen.

Bei der groß angelegten Zoll-Razzia kamen auch Spezialkräfte zum Einsatz (Symbolbild).
Bei der groß angelegten Zoll-Razzia kamen auch Spezialkräfte zum Einsatz (Symbolbild).  © DPA (Fotomontage)

Wie das Hauptzollamt Darmstadt mitteilte, rückten mehr als 190 Einsatzkräfte von Zoll und Polizei in den frühen Morgenstunden aus.

Die Aktion richtete sich dabei "gegen eine Tätergruppierung, der Hinterziehung von Sozialabgaben und Steuern sowie Betrug in großem Umfang vorgeworfen wird", wie ein Zoll-Sprecher sagte.

Mehrere Wohnungen und Geschäftsräume in Südhessen und dem Rhein-Main-Gebiet wurden durchsucht.

Im Zentrum der Ermittlungen stehen demnach drei Hauptverdächtige im Alter von 39, 44 und 48 Jahren. Diese sind offensichtlich nicht ganz ungefährlich, Polizei und Zoll gingen bei zwei der durchsuchten Wohnungen von einer "besonderen Gefährdungslage" aus.

Aus diesem Grund seien "Spezialkräfte des Zollkriminalamtes" an den Durchsuchungen beteiligt gewesen.

50.000 Euro in bar und ein scharfer, geladener Revolver

Neben Computern und Mobiltelefonen stellten die Ermittler auch mehr als 50.000 Euro Bargeld sowie einen scharfen und geladenen Revolver und eine Schreckschusspistole sicher.

Durch Schwarzlohnzahlungen in bar und Betrug sollen die drei Hauptverdächtigen den Sozialkassen und dem Fiskus Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in einem sechsstelligen Bereich vorenthalten haben.

Die Ermittlungen des Hauptzollamtes Darmstadt und der Staatsanwaltschaft Darmstadt dauern an.

Titelfoto: DPA (Fotomontage)

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