Heftige Splatter-Komödie! In "Zombieland: Doppelt hält besser" wird es richtig blutig

Deutschland - Zehn Jahre mussten die Fans warten! Nun kommt "Zombieland: Doppelt hält besser" am 7. November endlich in die deutschen Kinos.

Little Rock (l., Abigail Breslin) ist auf der Suche nach gleichaltriger Gesellschaft. Sänger Berkeley (Avan Jogia) tut es ihr besonders an, weshalb sie mit ihm durchbrennt.
Little Rock (l., Abigail Breslin) ist auf der Suche nach gleichaltriger Gesellschaft. Sänger Berkeley (Avan Jogia) tut es ihr besonders an, weshalb sie mit ihm durchbrennt.  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Das zweite Abenteuer setzt zehn Jahre nach den Geschehnissen von Teil eins an.

Draufgänger Tallahassee (Woody Harrelson), Regel-Junkie Columbus (Jesse Eisenberg), dessen starke Freundin Wichita (Emma Stone) und deren Schwester Little Rock (Abigail Breslin) sind noch immer eine gut eingeschworene Clique.

Mittlerweile haben sie sich im Weißen Haus einquartiert und leben dort in Saus und Braus, nachdem sie alle Zombies in der näheren Umgebung niedergemetzelt haben.

Dennoch läuft nicht alles glatt. Little Rock sehnt sich nach gleichaltrigen Freunden. Dazu bedrängt Columbus seine Lebensgefährtin zu sehr, was zur Folge hat, dass beide abhauen - schon wieder!

Columbus und Tallahassee gehen in eine Mall und entdecken die schöne, aber einfältige Madison (Zoey Deutch). Während Tallahassee von ihr genervt ist, bandelt Columbus mit ihr an und lädt sie ins Weiße Haus ein.

Und dabei bleibt es nicht. Am Morgen darauf werden sie von Wichita erwischt. Die ist zurückgekehrt, weil Little Rock mit einem jungen Mann namens Berkeley (Avan Jogia) abgehauen ist. Sie raufen sich wieder zusammen und begeben sich gemeinsam auf die Suche nach ihr. Dabei erleben sie einen wahnwitzigen Roadtrip...

"Zombieland: Doppelt hält besser" sorgt mit flotten Sprüchen für viele Lacher

Wichita (r., Emma Stone) begleitet ihrer jüngere Schwester Little Rock (Abigail Breslin) anfangs, ehe sich die Wege trennen.
Wichita (r., Emma Stone) begleitet ihrer jüngere Schwester Little Rock (Abigail Breslin) anfangs, ehe sich die Wege trennen.  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Diese augenzwinkernde Geschichte hat Regisseur Ruben Fleischer ("Venom"), der schon für den ersten Teil verantwortlich war, klasse umgesetzt.

Gerade Fans dürfen sich freuen: Der Filmschaffende behält den bekannten Stil bei und entwickelt ihn gleichzeitig weiter.

So bekommt das Publikum ein politisch herrlich inkorrektes Werk zu sehen, das mit vielen bösen Gags zu unterhalten weiß.

Gerade das exzellente Timing beim Schnitt hat mehrere zündende One-Liner. Wer auf diese deftige Art des Humors steht, dürfte mit "Zombieland 2" viel Spaß haben.

Dazu sorgen - wie im ersten Teil - die gut aufgelegten Darsteller mit ihrem erstklassigen Zusammenspiel für viel Kurzweil.

Ob Harrelson ("Planet der Affen: Survival"), Eisenberg ("Die Unfassbaren"), Stone ("La La Land") oder Breslin ("Little Miss Sunshine") - sie alle haben sichtlich Spaß am abgedrehten Setting, dem einfallsreichen Drehbuch und den schlagfertigen Dialogen.

Auch die Neuzugänge Rosario Dawson ("Sin City"), Luke Wilson ("Der Distelfink"), Thomas Middleditch ("Godzilla II: King of the Monsters") und Deutch ("Dirty Grandpa") fügen sich gut ein. Speziell letztere sorgt mit ihrem überdreht angelegten Charakter für einige Lacher.

Wie beim Vorgänger hat auch Teil zwei wieder viele tiefschürfende Momente spendiert bekommen, in denen die Story vorangetrieben wird. Die Mischung aus Action, Sprüchen und Story stimmt also.

Bei "Zombieland: Doppelt hält besser" lohnt es sich, bis zum Abspannende sitzen zu bleiben

Nevada (oben, Rosario Dawson) hat sich im Haus von Elvis Presley einquartiert. Sie überwältigt Tallahassee (Woody Harrelson) und dessen Clique schnell.
Nevada (oben, Rosario Dawson) hat sich im Haus von Elvis Presley einquartiert. Sie überwältigt Tallahassee (Woody Harrelson) und dessen Clique schnell.  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Auch die Splatter-Szenen haben Qualität, weil sich der Film in diesen blutigen Momenten nicht ernst nimmt, sondern mit Selbstironie zu punkten weiß.

Das gilt auch für die verschiedenen Zombie-Arten. So wird zu Beginn tatsächlich ein "Homer"-Zombie eingeführt. Diese sind - ganz wie Homer aus "Die Simpsons" - dick und dumm!

Das ist übrigens nicht der einzige Verweis und die einzige Verbeugung vor zeitgenössischer Popkultur. Unter anderem auch "The Walking Dead" bekommt sein Fett weg. Wer die volle Ladung sehen will, sollte übrigens bis ganz zum Schluss im Kino sitzen bleiben. Es gibt nämlich noch zwei Abspannszenen.

Als wäre das noch nicht genug, erweisen sich auch noch die dynamische Kameraführung, die abwechslungsreichen Locations, die stimmige Musikuntermalung, die auffälligen Kostüme und die erstklassige Ausstattung als Stärken des Films.

Deutlich durchwachsener kommen die Spezialeffekte daher. In vielen Szenen überzeugt das CGI. Doch es gibt auch einige Sequenzen, in denen klar ersichtlich ist, dass es sich um Effekte handelt, die bei weitem nicht auf dem neusten Stand der Technik sind.

Das ist allerdings die einzige kleinere Schwäche des starken Nachfolgers, der mit seinem großartigen Ensemble, einer abgedrehten Geschichte, deftigem Humor und vielen amüsanten Einfällen mitzureißen vermag.

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