Tiefe Trauer im Zoo Dresden! Riesenschildkröte Hugo I gestorben

Dresden - Jeder kannte sie! Der Zoo und seine Besucher trauern um Riesenschildkröte Hugo I! Am 2. November ist die Aldabra-Riesenschildkröte verstorben.

Aus glücklichen Zeiten im Mai 2018: Die Hugo-Schildkröten bezogen ihr Sommerquartier im Dresdner Zoo.
Aus glücklichen Zeiten im Mai 2018: Die Hugo-Schildkröten bezogen ihr Sommerquartier im Dresdner Zoo.  © Eric Münch

Die vier Riesenschildkröten Hugo I, II, III + IV befanden sich bereits seit dem 25. September in ihrem für die Besucher nicht einsehbaren Winterquartier hinter den Kulissen, sodass sich der Zoo entschied, den Tod des Tieres erst nach Abschluss der pathologischen Untersuchungen bekanntzugeben.

Hugo I wurde bereits seit 2016 wiederholt durch die Zootierärzte behandelt, da im Rahmen der jährlichen Routineuntersuchung eine starke Blutarmut (Anämie) aufgefallen war.

Sein Allgemeinbefinden war dabei allerdings nicht sichtlich beeinträchtigt. Auch gemeinsam mit externen, auf Reptilien spezialisierten Kollegen konnte keine Ursache der Erkrankung ermittelt werden.

Größe und Gewicht des Tieres erschwerten zudem eine weitergehende Diagnostik. Durch symptomatische Therapie konnte der Zustand von Hugo I über die letzte Zeit stabil gehalten werden.

Keiner weiß, wie alt Hugo I wirklich wurde

Da war die Welt noch in Ordnung: Zoo-Mitarbeiter Michael Scheffert und Michael Hoffmann luden Hugo 1 zum Wiegen aus.
Da war die Welt noch in Ordnung: Zoo-Mitarbeiter Michael Scheffert und Michael Hoffmann luden Hugo 1 zum Wiegen aus.

Der Tod kam für den Zoo überraschend! Die pathologische Untersuchung ergab einen umfangreichen, irreversiblen Leberschaden sowie Veränderungen der Nieren.

Über das genaue Alter von Hugo I kann nur spekuliert werden. Er kam bereits am 28.07.1971 als ausgewachsenes Tier in den Zoo Dresden und war somit vielen Dresdnern gut bekannt.

Über die maximale Lebenserwartung von Riesenschildkröten ist nur wenig bekannt, sie können jedoch ohne weiteres deutlich über 100 Jahre alt werden.

Die Mitarbeiter des Dresdner Zoos sind über den Verlust dieses charismatischen Zoobewohners sehr traurig und werden Hugo I vermissen.

Aber es gab ja auch schöne Neuigkeiten aus dem Zoo im November

Mittels einer Futterfalle, die an einem festen Futterplatz im Garten einer Dresdner Familie im Stadtteil Leubnitz-Neuostra aufgebaut war, wurde der Ara eingefangen.
Mittels einer Futterfalle, die an einem festen Futterplatz im Garten einer Dresdner Familie im Stadtteil Leubnitz-Neuostra aufgebaut war, wurde der Ara eingefangen.

Der ausgebüxte blaue Ara hatte wieder zurückgefunden!

"Endlich können wir die sehr erfreuliche Nachricht verkünden, dass nun auch unser entflogener Hyazinthara wieder sicher zurück im Zoo ist", teilte der Zoo Dresden am 11. November mit. "Wir sind sehr erleichtert, dass nun auch das Hayazinthara-Weibchen wohlbehalten zurück ist", so die Sprecherin vom Zoo.

Mitte September suchte das blaue Ara-Weibchen damals das Weite. Etliche Fangversuche scheiterten. Eine Futterfalle hat es möglich gemacht!

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