Zoo Krefeld: So geht es den beiden überlebenden Affen

Krefeld - Knapp eine Woche nach dem Feuer im Affenhaus, bei dem 30 Tiere qualvoll in den Flammen verbrannten, postet der Zoo Krefeld auf seiner Facebook-Seite erstmals neue Informationen über den Gesundheitszustand der beiden überlebenden Tiere.

Die Schimpansin Bally (46) im Krefelder Zoo hat leichte Verletzungen des Brandes im Gesicht und am Ohr.
Die Schimpansin Bally (46) im Krefelder Zoo hat leichte Verletzungen des Brandes im Gesicht und am Ohr.  © Hella Hellmann/Zoo Krefeld/dpa

Bei einem verheerenden Feuer wurde in der Silvesternacht das komplette Affenhaus des Krefelder Zoos zerstört. Nur die beiden Schimpansen Bally (46) und ihr Sohn Limbo (27) überlebten das schreckliche Inferno.

Sechs Tage nach dem Unglück postet der Zoo nun ein Statement über den Gesundheitszustand der beiden Tiere auf seiner Facebookseite: "Aufgrund der vielen mitfühlenden und unterstützenden Anfragen zum Gesundheitszustand der Schimpansen Bally und Limbo möchten wir euch an diesem teilhaben lassen."

Weiter heißt es dort: "Den beiden geht es sechs Tage nach dem Brand gesundheitlich gut. Sie haben Verbrennungen an Händen, Füßen und im Gesicht, aber das Haarkleid ist vollständig erhalten. Beide essen und trinken gut." Gute Nachrichten für die vielen Zoobesucher, dessen Anteilnahme noch immer sehr groß ist.

Keine Bestattung auf dem Zoo-Gelände

Das Gerippe des abgebrannten Affenhauses blieb stehen.
Das Gerippe des abgebrannten Affenhauses blieb stehen.  © Christoph Reichwein/dpa

Äußerlich scheinen die Tiere die Katastrophe also gut überstanden zu haben. Wie es in ihrem Inneren aussieht, kann wohl kaum jemand ahnen. Eine mögliche Verlegung der beiden Schimpansen in einen anderen Zoo ist vorerst scheinbar vom Tisch. "Wir spüren, dass ihnen die Betreuung durch die vertrauten Pfleger auch seelischen Halt gibt. Daher gibt es auch keine konkreten Umzugspläne", so der Zoo.

Aktuell sind Bally und Limbo noch zusammen in den Krankenräumen, werden aber in den nächsten Tagen den dritten, nicht einsehbaren Abschnitt der Gorilla-Garten-Innenanlage beziehen. Wann die beiden Tiere wieder vom Publikum besucht werden dürfen, steht bisher noch nicht fest.

Eine Bestattung auf dem Areal des Zoos dementiert der Zoo dagegen: "Die Zoomitarbeiter, die seit vielen Jahren einen engen Kontakt mit den Tieren pflegten, haben sich im Rahmen ihrer Trauerbewältigung gegen eine Urnengrabstätte auf dem Zoogelände ausgesprochen."

Stattdessen soll in ferner Zukunft ein Gedenkort im Zoo eingerichtet werden.

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