Drama im Zoo der Minis: Seltene Zwerg-Aras gestohlen

Mit diesem Facebook-Post machen die Betreiber auf den Diebstahl aufmerksam, bitten um Hilfe.
Mit diesem Facebook-Post machen die Betreiber auf den Diebstahl aufmerksam, bitten um Hilfe.

Von Caroline Staude

Aue - Drama im Zoo der Minis in Aue: In der Nacht sind Unbekannte in das Gehege der beiden seltenen Zwerg-Aras eingedrungen und haben zwei der vier Tiere gestohlen.

"Wir sind absolut verzweifelt", sagt Zoo-Chefin Bärbel Schroller (49). "Die Tiere sind sehr selten und es ist sehr schwierig ein Pärchen zu finden, dass miteinander harmoniert. Gerade hatten sie angefangen zu brüten."

Über ein Fenster sind die Diebe in das Gehege eingedrungen, in dem die Aras untergebracht waren. "Das ist ein Haus mit vier Außenbereichen, die voneinander abgetrennt sind. Mit den Aras sind dort auch die Weißbüscheläffchen, Zwergginsterkatzen und die Palawane (Schuppentiere) einquartiert."

Zoo-Chefin Bärbel Schroller (49) sorgt sich um all ihre Tier. Viele sind seit der Nacht verängstigt.
Zoo-Chefin Bärbel Schroller (49) sorgt sich um all ihre Tier. Viele sind seit der Nacht verängstigt.

Als eine Zoomitarbeiterin am Mittwochmorgen gegen 7 Uhr das Gehege betrat, machte sie die grausame Entdeckung. "Ein Fenster war eingeschlagen, nur noch zwei der vier Vögel im Gehege", erzählt Schroller.

"Die beiden Tiere sind völlig verängstigt. Wir konnten noch nicht nachsehen, ob es sich bei den beiden gestohlenen Aras um ein Pärchen oder zwei gleichgeschlechtliche Tiere handelt. Die Polizei war mit der Spurensicherung bereits hier."

Auch die anderen Tiere im Haus trauen sich derzeit nicht aus ihren Gehegen. "Die sind alle total verängstigt."

Schroller bittet mit einem Post auf Facebook darum, Augen und Ohren offen zu halten. "Die Tiere schreien extrem laut. Wenn also jemand ungewöhnliche Geräusche bei einem Nachbarn oder sonst wo hört, bitte sofort melden."

Jedes der Tiere hat einen Wert von rund 500 Euro. "Entweder es will uns jemand absichtlich schaden oder das Ganze war eine Auftragsarbeit. Der oder die Täter wussten ganz genau welches Fenster sie einschlagen müssen und wie sie ins Gehege kommen. Aber der materielle Wert ist nicht so wichtig. Wir wollen einfach nur unsere Zwergaras zurück."

Überwachungskameras gibt es im Zoo der Minis zwar, allerdings nur sporadisch. "Wir wechseln immer mal wieder die Standorte. Natürlich war in dieser Nacht keine Kamera im Bereich des Ara-Geheges aufgestellt", so Schroller.

Fotos: Peter Zschage (1), Screenshot/Facebook (1)


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