Was wurde eigentlich aus unseren verlorenen Tieren?

Sachsen - Einst in Sachsen geboren sind dutzende unserer Zootiere über die ganze Welt verstreut: Sie gelten inzwischen als Hoffnungsträger, die im Rahmen von Arterhaltungsprogrammen ihre Spezies vor dem Aussterben retten sollen.

Kurz: Sie sollen Kinder auf die Welt bringen. Manchmal erleben wir noch, wie sie auf ihre große Reise vorbereitet werden. Etwa wenn sie Transportkisten-Training absolvieren.

Sonntag ist Tag des Zoos und da ist es mal wieder schön, etwas von den einstigen Besucherlieblingen zu hören.

Thabo ist jetzt ein richtiger Ami

In Dresden war Thabo der Publikumsliebling im Zoo, verletzte aber auch einmal eine Pflegerin. Nun wartet er in den USA noch auf seine Geschlechtsreife.
In Dresden war Thabo der Publikumsliebling im Zoo, verletzte aber auch einmal eine Pflegerin. Nun wartet er in den USA noch auf seine Geschlechtsreife.

Pittsburgh - Aus dem knuffigen Dresdner Elefantenbaby, Thabo Umasai wurde in Pittsburgh (USA) zum ausgelassenen Jungbullen.

Seine schwere Autoimunkrankheit hat er überwunden. „Ihm geht es gut“, sagt die Zoosprecherin. „Thabo hat Kontakt zu den Weibchen, ist für eigenen Nachwuchs aber noch zu jung.“

Ulembo macht ’nen Hals in Polen

Ulembo hat den Transport (l.) gut überstanden, in Polen ist er jetzt ein Star und bald sogar Vater.
Ulembo hat den Transport (l.) gut überstanden, in Polen ist er jetzt ein Star und bald sogar Vater.

Kattowitz - Vor über zwei Jahren verließ Giraffenbulle Ulembo Dresden. In Chorzow wurde er anfangs den zwei jungen Weibchen gegenüber etwas aggressiv. Beim zweiten Versuch freundeten sich alle an, sind nun Publikumsmagneten.

Manager Maciej Fradczak: „Er macht sich richtig gut. Eine Giraffe scheint schwanger zu sein, das sind großartige Neuigkeiten.“

Samia Superstar in Japan

Mal zum Vergleich: 2013 war Samia noch so klein (rechts).
Mal zum Vergleich: 2013 war Samia noch so klein (rechts).

Osaka - Im Sommer flog das schwarze Spitzmaulnashorn Samia von Leipzig nach Osaka (Japan). Dort wird sie langsam an die neue Umgebung gewöhnt und an drei Wochentagen dem Publikum gezeigt. Yasuaki Sakakihara: „Sie ist noch zu jung für unseren Bullen.“

Ein japanischer Blogger hat sich aber in Samia vernarrt und postet wöchentlich neue Fotos und Storys.

Rabea in dermongolischen Steppe

Bald wird das Wildpferd Rabea zusammen mit seiner Herde ausgewildert.
Bald wird das Wildpferd Rabea zusammen mit seiner Herde ausgewildert.

Mongolei - Die Leipziger Wildpferdstute Rabea kam im Sommer mit drei Artgenossinnen sind innerhalb aus Prag in der Ursprungsheimat Mongolei an. Dort die Przewalskipferde ausgerottet, sollen wieder angesiedelt werden.

Im großen überwachten Eingewöhnungsgehege macht sie sich der Herde schon ganz gut. Im Frühjahr werden die Pferde ganz ausgewilderd.

Aurora ist jetzt Queen Mum

2006 war Hirschkuh Aurora selbst noch ein kleines Baby. Jetzt lebt sie als stolze Mutter in England.
2006 war Hirschkuh Aurora selbst noch ein kleines Baby. Jetzt lebt sie als stolze Mutter in England.

Colchester - Dieses kleine Kitz ist Aurora, wie die Chemnitzer es vor neun Jahren kennenlernten. Inzwischen sieht die Prinz-Alfred-Hirschluh aus wie ihre Mutter und lebt im britischen Colchester.

Teamleiterin Melissa Flitch: „Aurora macht sich extrem gut. Sie hat ein Kälbchen Luna geboren, welches noch in der Herde lebt.“ Die von den Philippinen stammende Art ist stark gefährdet.

Fotos: Brian Bogovich, dpa/Matthias Hiekel, Slaskiezoo/Brennpunktfoto, Tennojo Zoo Osako, Jaroslav Imek, Peter Zschage, Kerstin Einhorn, Uwe Meinhold


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