Zu hohe Nitrat-Werte: Gülle-Probleme auch in OWL

An vielen Orten in OWL wurden zu hohe Nitrat-Werte gemessen.
An vielen Orten in OWL wurden zu hohe Nitrat-Werte gemessen.  © DPA

Bielefeld - Die Klage der EU-Kommission wegen zu hoher Nitrat-Werte im Grundwasser Anfang des Monats macht auch vor Ostwestfalen-Lippe nicht Halt. 

Unfassbare 43,6 Prozent der sogenannten Grundwasserkörper in Nordrhein-Westfalen sind in einem schlechten ökologischen Zustand.

Städte wie Bielefeld, Rheda-Wiedenbrück und vor allem Minden sind betroffen. Hier überschreiten die Messwerte den Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Grundwasser. 131 von 1207 Messstellen in OWL lagen zwischen 2010 und 2013 über der Qualitätsnorm.

Schuld an der hohen Belastung ist laut Experten nicht nur die Überdüngung der Felder mit Gülle und Mist, sondern auch das Austreten von Stickoxiden aus Motoren und Verbrennungsanlagen.

Nun fordert die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann vom Bündnis90/Die Grünen die CDU und die SPD auf, schnellstmöglich zu handeln und das Düngegesetz zu überdenken, um für mehr Gewässerschutz zu sorgen.

Ob der hohe Nitratgehalt mit der Tierhaltung in Zusammenhang steht, ist derzeit noch völlig unklar. Denn die hohe Belastung könnte auch durch den Mineraldünger des Gemüseanbaus stammen.

Titelfoto: DPA


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