Zu viel Müll in den Containern: DRK baut Kleiderkammern ab

Dresden - Obwohl sie doch gebraucht werden: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen betreibt nur noch 55 Kleiderkammern. Zwanzig weitere, die es früher gab, wurden in den vergangenen zehn Jahren aufgegeben, wurde jetzt bekannt.

Die DRK-Kleiderkammer in Plauen.
Die DRK-Kleiderkammer in Plauen.  © dpa/Jörg Schurig/dpa-Zentralbild

Es sei nicht mehr möglich gewesen, die Kammern kostendeckend zu betreiben, sagte ein DRK-Sprecher zur Begründung.

So sollen die Einnahmen für Kleidung gesunken sein. Tatsächlich verkauft das DRK Textilien, die in den Kammern liegen bleiben, zum Beispiel an Recyclingunternehmen.

Zudem sei die Qualität der gespendeten Kleidung schlechter geworden, hieß es.

Demgegenüber belasten die Kleiderkammern Entsorgungskosten für Teppichreste oder auch schon mal Läufer, die Spender zusätzlich in den Containern hinterlassen. Darüber klagen die DRK-Kleiderkammern Löbau und Chemnitz.

Und der Kreisverband Dresden weiß: "Leider nutzen viele sowohl die Kleidercontainer als auch den DRK-Kleiderladen als Müllentsorgungsstelle."

Titelfoto: dpa/Jörg Schurig/dpa-Zentralbild

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