Zu viel zurückgeschickt: Amazon sperrt Stammkunden

Bei Amazon darf der Mann nicht mehr bestellen.
Bei Amazon darf der Mann nicht mehr bestellen.

Berlin - Seit Jahren bestellt ein 55-jähriger Berliner regelmäßig und viel bei Amazon. Doch plötzlich wurde ihm sein Konto gesperrt.

Wie die Kölner Express berichtet, kauft der Mann seit 2000 bei Amazon - vor allem Technik und Kleidung. "Der Umsatz, den Amazon mit mir in 15 Jahren machte, dürfte enorm sein", sagte der Mann dem Express.

Dabei schickte er im Laufe der Jahre natürlich auch Produkte zurück. Allerdings immer im einwandfreien Zustand und nur wenn er dafür einen triftigen Grund hatte, wie er beteuerte. Da er auch für seine fünf Kinder Kleidung kaufte, bestellte er diese oft in verschiedenen Größen, schickte die nicht passenden zurück.

Doch jetzt bekam er von dem Versandriesen eine Mail, in der die Sperrung seines Kontos angekündigt wurde. Als Grund wurde die "außergewöhnlich hohe Zahl an Rücksendungen" angegeben. Konkrete Zahlen oder Beispielfälle wurden dabei aber nicht genannt.

Wenige Wochen später machte Amazon ernst. Das Konto wurde gelöscht, der Mann kann jetzt nicht mehr bestellen.

Amazon kämpft seit längerer Zeit mit der extrem hohen Rücksenderate. 50 Prozent aller bestellten Artikel würden zurückgegeben. Viele davon benutzt oder sogar beschädigt.

Zum Fall des 55-jährigen Berliners sagte eine Sprecherin: „Wir sperren keine Kunden wegen vieler Rücksendungen. Das passiert nur, wenn ein Missbrauch vorliegt“, sagt eine Amazon-Sprecherin. Der Fall des Berliners soll nun noch einmal geprüft werden.

Fotos: Ralf Seegers, dpa


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