Zu wenig Sicherheitspersonal in Abschiebehaft: Hundertschaft muss ran!

In NRW gibt es nur in Büren eine Abschiebehaftanstalt.
In NRW gibt es nur in Büren eine Abschiebehaftanstalt.

Bielefeld/Büren - Wie TAG24 aus zuverlässigen Quellen erfahren hat, hat NRW-Innenminister Ralf Jäger entschieden, dass momentan die Zahl der Abschiebungen von Nordafrikaner zu niedrig ist.

Das hat zur Folge, dass jetzt mehr Nordafrikaner abgeschoben werden sollen. Auch in Büren sitzen die Asylbewerber in Abschiebehaft. Derzeit warten dort rund 150 Menschen auf ihre Abschiebung.

Innerhalb des Knasts dürfen sich die Insassen frei bewegen - nur raus dürfen sie nicht. Für mehr als 150 Personen ist das Gefängnis nicht ausgelegt. Deshalb wurde er umgebaut.

Das Problem: Der Umbau hatte selbstverständlich auch einen Anstieg der Zahl der Inhaftierten zur Folge. Daher gibt es Bedarf an mehr Sicherheitspersonal. Das kann allerdings nicht gestellt werden.

Bevor die Sicherheitsdienste verstärkt werden können, muss erst mehr Personal ausgebildet werden. Das braucht aber seine Zeit! Jägers Plan deshalb: Diese Zeit soll von der Hundertschaft Bielefeld überbrückt werden!

Ab Montag sollen die betroffenen Polizisten eine Woche lang für den Einsatz in Büren ausgebildet werden. Danach müssen jeweils sechs Beamte den Früh- und Spätdienst verrichten.

Das Ganze soll unbewaffnet erfolgen! Bisher ist ein sechsmonatiger Einsatz geplant.

Die Zellen sind voll, an Personal fehlt's!
Die Zellen sind voll, an Personal fehlt's!

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0