Sachsens Politiker fordern nach Sex-Angriff: Macht endlich unsere Züge sicherer!

Nach einem sexuellen Übergriff im 
Zug nach Chemnitz fordern die Linken Konsequenzen. Verschließbare Abteile machen vielen Frauen Angst.
Nach einem sexuellen Übergriff im Zug nach Chemnitz fordern die Linken Konsequenzen. Verschließbare Abteile machen vielen Frauen Angst.  © Sven Gleisberg

Chemnitz - Mehr Sicherheit für Frauen in und an der Bahn fordert die Linken-Fraktion im Landtag. Nach der sexuellen Belästigung einer Frau (52) im Zug von Leipzig nach Chemnitz (TAG24 berichtete) kritisiert die Abgeordnete Susanne Schaper (39) die Mitteldeutsche Regiobahn und die Verkehrsverbünde ZVNL in Leipzig sowie VMS in Chemnitz.

Ein Inder (40) hatte die Frau im Zug verbal und körperlich belästigt. Die Bundespolizei nahm den Täter in Chemnitz fest. Für Susanne Schaper muss der Übergriff Konsequenzen haben: „Wirtschaftsminister Martin Dulig sollte den Verkehrsverbünden eine Rüge erteilen, weil sie bei der Mitteldeutschen Regiobahn MRB nicht ausreichend auf Qualitätsstandards geachtet hatten. In den steinzeitlichen Zügen gibt es immer noch abschließbare Abteile.“

Die Linken fordern helle Großraumwagen, mehr Personal in Zügen. Auch Angst-Räume rund um Bahnhöfe müssten verschwinden. Schaper: „Dunkle Ecken bieten bösen Menschen Gelegenheiten.“

Die Politikerin kritisiert die dunkle Bazillenröhre in Chemnitz oder den unbeleuchteten Bahnsteig Wittgensdorf. „So etwas hält Frauen ab, alleine zu reisen.“

VMS-Chef Harald Neuhaus (60) stimmt den Linken in einem Punkt zu: „Ich unterstütze den Wunsch nach Sicherheit. Da müssen alle Beteiligten handeln.“ Die Kritik an der MRB weist er zurück: „Gebrauchte Züge sind wie sie sind. Das Personal wurde auf unseren Druck aufgestockt.“

Susanne Schaper (39, Linke) kritisiert unter anderem die dunkle Bazillenröhre in Chemnitz.
Susanne Schaper (39, Linke) kritisiert unter anderem die dunkle Bazillenröhre in Chemnitz.  © Peter Zschage

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0