Paar hat gerade Sex, als plötzlich ihr Ex-Freund im Zimmer steht

Zürich - Coitus interruptus mal anders. Ein Paar hatte gerade leidenschaftlichen Sex, als es plötzlich gestört wurde - und das auf brutalste Art und Weise. Jetzt ging der Fall vor Gericht.

Das Paar wurde beim Sex böse überrascht.
Das Paar wurde beim Sex böse überrascht.  © Kamil Macniak

In der Neujahrsnacht 2019 waren ein 26-Jähriger und eine 20-Jährige gerade mit dem Akt der Liebe beschäftigt, als auf einmal der Ex-Freund der Frau im Zimmer stand. Das berichtet die Schweizer Zeitung "Blick".

Der 23-Jährige verschaffte sich Zugang über das offene Schlafzimmerfenster. Und er kam auch nicht alleine. Er brachte noch einen Freund mit, dem er die Haustür öffnete.

Dann wurde es brutal. Der eifersüchtige Ex schlug auf den neuen Freund der 20-Jährigen ein, attackierte ihn mit Fäusten und nahm ihn in den Schwitzkasten. Von seinem Kumpel wurde der nackte Mann zudem auch noch gewürgt, wie der Staatsanwalt die Tat beschrieb.

Doch die Tortur war für den 26-Jährigen noch nicht vorbei. Denn der Angreifer holte ein Messer aus der Küche und stürmte auf seinen Rivalen los, konnte aber glücklicherweise von seinem Kumpel aufgehalten werden.

Wenn schon kein Messer, dann ein Soft-Air-Sturmgewehr, dachte sich der 23-Jährige wohl. 20 bis 30 Schüsse gab er auf sein hilfloses Opfer ab. Eine Kugel verfehlte nur knapp sein Auge.

Angreifer kommt mit milder Strafe davon

Der Angreifer war sehr aggressiv. (Symbolbild)
Der Angreifer war sehr aggressiv. (Symbolbild)  © 123RF/Sebastien Decoret

Die Ex-Freundin des Angreifers schloss sich unterdessen im Badezimmer ein, öffnete dieses aber später. Der 23-Jährige habe dann auch sie zu Boden gerissen und gewürgt. Als sie sich wehrte, bekam sie einen Schuhtritt ins Gesicht. "Ich habe nach hinten getreten, nachdem sie mich an den Haaren gerissen hat", lautete nun vor Gericht seine Begründung.

Dort zeigte sich der Ex reumütig, an das Würgen könne er sich zudem auch nicht erinnern. Nach dem Angriff wurde er von der Polizei festgenommen.

Gemeinsam mit seinem Kumpel stand er nun in Zürich vor Gericht. Und bekam dort noch ein milderes Urteil, als der Staatsanwalt (Fünfeinhalb Jahre) gefordert hatte. Denn das Würgen und das Treten konnten ihm nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden.

Der 23-Jährige bekam wegen Körperverletzung und weiterer Delikte eine 30 monatige Haftstrafe - wovon er aber nur acht direkt hinter Gittern verbringen muss. Sein Kumpel und Unterstützer bekam 10 Monate Gefängnis.

Der eifersüchtige Ex bereue mittlerweile seine Tat.

Titelfoto: Kamil Macniak


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