Zug kommt nur Zentimeter vor Rollstuhlfahrer zum Stehen

Nordhausen - Einen großen Schock erlitt der Fahrer der Regionalbahn am Donnerstagnachmittag, als ein Rollstuhlfahrer plötzlich auf den Gleisen auftauchte.

Der Zug war schon mit fast hundert Stundenkilometern unterwegs, als der Rollstuhlfahrer auf den Gleisen auftauchte. (Symbolbild)
Der Zug war schon mit fast hundert Stundenkilometern unterwegs, als der Rollstuhlfahrer auf den Gleisen auftauchte. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war es bei der Fahrt von Nordhausen nach Northeim, kurz nach Abfahrt in Nordhausen zu dem Zwischenfall gekommen.

Denn als der Lokführer auf die Gleise sah, erkannte er auf einmal einen Mann, der gerade dabei war, einen unbeschrankten Bahnübergang mit einem Rollstuhl zu überqueren!

Der Zug war da schon mit fast einhundert Stundenkilometern unterwegs, der Lokführer leitete eine Schnellbremsung ein und kam nur wenige Zentimeter vor dem Rollstuhl zum Stehen.

Doch weil der Zug viel höher liegt, als der Übergang, konnte der Fahrer den Mann auf die kurze Distanz nicht mehr sehen, glaubte, ihn überfahren zu haben. Wenige Momente später fuhr der Rollstuhlfahrer aber in aller Seelenruhe einfach weiter über den Übergang und verschwand.

Den Lokführer konnte das nicht mehr trösten, er stand unter so einem großen Schock, dass er seinen Dienst nicht mehr weiterführen könnte. Reisende im Zug wurden nicht verletzt.

Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen den unbekannten Rollstuhlfahrer eingeleitet.

Nachdem der Zusammenstoß nur knapp verhindert werden konnte, fuhr der Mann einfach davon. (Symbolbild)
Nachdem der Zusammenstoß nur knapp verhindert werden konnte, fuhr der Mann einfach davon. (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: dpa/123RF

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