Zukunft für Dresdner VW-Phaeton bestätigt: Er wird elektrisch

Der Dresdner VW Phaeton wird elektrisch.
Der Dresdner VW Phaeton wird elektrisch.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Entwarnung für den Dresdner VW Phaeton und die Mitarbeiter der Gläsernen Manufaktur. In der größten Krise des VW-Konzerns (#Dieselgate) wird die Luxuslimousine VW Phaeton doch weitergebaut.

Aber: Diesel soll der Wagen nie wieder verbrauchen – der Phaeton wird elektrisch. Das teilte der Konzern am Dienstag mit. Der neu konstituierte Vorstand der Marke Volkwagen hat in einer Sondersitzung diese und weitere Richtungsentscheidungen getroffen, teilte über den Phaeton II mit: „Der Volkswagen Phaeton verkörpert seit der ersten Generation die technologische Kompetenz und den Markenanspruch von Volkswagen.

Auch die künftige Phaeton-Generation wird als Leitstern für das Profil der Marke in der nächsten Dekade stehen. Deshalb habe der Vorstand das laufende Projekt neu aufgesetzt. In der Zukunft soll er einen voll elektrischen Antrieb mit Langstreckentauglichkeit erhalten.

Der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess.
Der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess.

Der Vorstandsvorsitzende Herbert Diess betonte nach der Sitzung: „Die Marke Volkswagen stellt sich für die Zukunft neu auf. Wir werden effizienter, richten die Produktpalette und Kerntechnologien neu aus und schaffen uns mit dem beschleunigten Effizienzprogramm den Spielraum für zukunftsweisende Technologien."

Vergangene Woche hatte der Volkswagen-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh den geplanten Nachfolger des Phaeton in Frage gestellt. Er hatte gefordert: „Es ist richtig, dass ich gefordert habe, das Konzept noch einmal zu überdenken. Uns als Betriebsrat geht es darum, dass wir ein innovatives Produkt nach Dresden bekommen, damit wir nicht in zwei bis drei Jahren wieder dasselbe Problem haben wie mit dem aktuellen Phaeton.

Es macht keinen Sinn, jetzt riesige Geldbeträge in Projekte zu investieren, deren Wirtschaftlichkeit höchst zweifelhaft ist."

Osterloh hatte deshalb ein zukunftsweisendes Phaeton-Modell gefordert, das elektrisch fährt und mindestens 500 Kilometer weit fahren kann.

Volkwagen will nach eigenen Angaben die Investitionen im gesamten Konzern um rund eine Milliarde Euro herunterfahren, das Effizienzprogramm weiter beschleunigen. Der Phaeton scheint vorerst gerettet.

Fotos: imago


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