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Dieser Mann blickt in die Zukunft des Arbeitsmarktes

Leipzig - Rund um den Globus wird heute am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert. Über die Zukunft der Arbeit hat sich der Leipziger Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky (43) in seiner Denkfabrik den Kopf zerbrochen.
Sven Gabor Janszky nennt seinen Leipziger Think Tank „2b AHEAD“ Deutschlands modernstes Trendinstitut.
Sven Gabor Janszky nennt seinen Leipziger Think Tank „2b AHEAD“ Deutschlands modernstes Trendinstitut.

Von Pia Lucchesi

Leipzig - Rund um den Globus wird heute am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert. Der Kampf- und Protesttag der Arbeiterklasse besitzt eine lange Tradition. Doch hat er auch eine Perspektive?

Über die Zukunft der Arbeit hat sich der Leipziger Zukunftsforscher Sven Gabor Janszky (43) in seiner Denkfabrik „2bahead“ den Kopf zerbrochen. Der Trend-Prophet gibt verblüffende Prognosen ab im Interview mit Redakteurin Pia Lucchesi.

Morgenpost am Sonntag: In Deutschland sind gegenwärtig 2,74 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Sie sagen bis 2040 Vollbeschäftigung voraus. Woher kommt ihre Zuversicht?

Sven Gabor Janszky: Der deutsche Arbeitsmarkt verliert in den kommenden zehn Jahren 6,5 Millionen Arbeitskräfte, weil die vielen Babyboomer in Rente gehen und nur geburtenschwache Jahrgänge nachrutschen. Daraus ergibt sich eine nicht zu füllende Lücke an fehlenden Arbeitskräften. Pessimisten gehen von 5,2 Millionen freien Stellen aus. Wir werden erleben, dass bei ordentlich ausgebildeten Mitarbeitern jede Woche zweimal der Headhunter klingelt.

Ein Trend spitzt sich weiter zu: Die Zahl der Jobs für gering Qualifizierte wird in Zukunft noch weiter zurückgehen.
Ein Trend spitzt sich weiter zu: Die Zahl der Jobs für gering Qualifizierte wird in Zukunft noch weiter zurückgehen.

Morgenpost am Sonntag: Das sind doch paradiesische Aussichten für Angestellte ...

Janszky: Ja, Arbeitnehmer bekommen mehr Macht und Geld. Aber aus Sicht der Unternehmen ist das eine Katastrophe.

Morgenpost am Sonntag: Pfiffige, flexible Fachkräfte werden sich dann die Rosinen aus dem Kuchen picken und von Traumjob zu Traumjob wechseln können. Wird das die Arbeitswelt verändern?

Janszky: Ja, tiefgreifend. Die heute übliche „Anstellung auf Lebenszeit“ wird zurückgehen. Nur noch etwa 30 bis 40 Prozent der Gesamtarbeitnehmer werden sich für dieses Modell entscheiden. Eine etwa gleich große Schar von Menschen wird sich nur für ein bestimmtes Projekt anstellen lassen. Diese Projektarbeiter bleiben dann meist nur zwei bis drei Jahre in einem Unternehmen.

Arbeiten bis ins Greisenalter? So mancher wird das wollen, weil ihm das Rentnerleben zu langweilig ist.
Arbeiten bis ins Greisenalter? So mancher wird das wollen, weil ihm das Rentnerleben zu langweilig ist.

Morgenpost am Sonntag: Sie haben die Theorie entwickelt, dass die Menschen in Zukunft im Alter von 80 Jahren noch arbeiten wollen. Wie kommen Sie darauf?

Janszky: Unsere Lebenserwartung steigt aller vier Jahre statistisch um ein Jahr. 2025 wird sie im Durchschnitt bei 90 Jahren liegen. Uns bleiben dann 30 Jahre Rente, wenn wir mit 60 aufhören würden zu arbeiten. Ich bin sicher, da werden sich die Leute massenhaft langweilen und sich bezahlte Beschäftigungen suchen.

Hinzu kommt, dass die Politik handeln muss, je dramatischer die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird. Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, bald bis 75 zu arbeiten. Das heißt ja nicht, dass wir im gleichen Beruf bleiben.

Morgenpost am Sonntag: In Zukunft wird es immer weniger Jobs für gering Qualifizierte geben, sagen Sie voraus. Das heißt, Bildung wird als Schlüssel zum Erfolg auf dem Arbeitsmarkt noch bedeutsamer?

Janszky: Absolut. Das allgemeine Bildungsniveau und der Grad der Akademisierung wird und muss steigen. Die Steigerung der menschlichen Hirnleistung ist eines der prägenden Phänomene des heutigen Post-Industrie-Zeitalters. Die Herausforderung besteht darin, alle Menschen künftig zum Abitur zu führen. Dafür brauchen wir ein Umdenken im Bildungssystem.

Noch zu unseren Lebzeiten werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit erleben, dass Computer die gleiche allgemeine Intelligenz erreichen wie Menschen.
Noch zu unseren Lebzeiten werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit erleben, dass Computer die gleiche allgemeine Intelligenz erreichen wie Menschen.

Morgenpost am Sonntag: Sind die staatlichen Schulen dieser Aufgabe gewachsen?

Janszky: Nein. Noch nicht. Doch im privaten Bildungsbereich gibt es ein starkes Wachstum. Wir sehen auch ein starkes Interesse der Wirtschaft, sich im Bildungsbereich zu engagieren. Ich denke, in den nächsten Jahren werden Betriebe die ersten Schulen gründen.

Morgenpost am Sonntag: Welche Kompetenz sollte man sich jetzt aneignen, um künftig beruflich erfolgreich zu sein?

Janszky: Die optimistische Prognose lautet: Der Mensch wird künftig danach bewertet und bezahlt, wie gut er mit Computern zusammenarbeiten kann. Dahinter steht die Logik: Im Team sind Mensch und Computer unschlagbar.

Morgenpost am Sonntag: Sie nennen 2016 das Jahr der künstlichen Intelligenz und erwarten, dass 2075 Computer so schlau sind wie Otto-Normal-Bürger. Wie definiert man das?

Janszky: Wissenschaftler sagen, die so genannte HLMI - „human-level machine intelligence“ - gilt als erreicht, wenn die künstliche Intelligenz etwa 80 Prozent der menschlichen Berufe mindestens so gut wie ein Durchschnittsmensch ausüben kann.

Es ist kein Geheimnis, dass Computer und ihre verbundenen Robotergehilfen schon heute die besseren Arbeiter am Fließband und an der Produktionsstraße sind. Sie werden in den kommenden zehn Jahren aber auch die besseren Wissensarbeiter, die besseren Ärzte, Unternehmensberater, Makler, Reiseführer, Lehrer, Steuerberater, Dolmetscher werden.

Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Firmen werden in naher Zukunft Schulen als „Kaderschmieden“ gründen.
Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Firmen werden in naher Zukunft Schulen als „Kaderschmieden“ gründen.

Morgenpost am Sonntag: Betrachten Sie das als Segen für die Menschheit?

Janszky: Es wird ein Segen sein, wenn ich zum Beispiel an die Krebsdiagnostik denke. Weniger Kranke werden sterben, weil uns dann intelligente Computer helfen zu heilen.

Morgenpost am Sonntag: Die Computer nehmen den Menschen dann die Arbeit weg. Womit soll die Masse schließlich ihre Brötchen verdienen?

Janszky: Wir Menschen werden uns einen Bereich erhalten, in dem wir Computerarbeit nicht akzeptieren - egal wie kostengünstig und perfekt sie auch sein mag. Der Unterschied ist: Menschen verlieren nahezu alle ihre Jobs in der Herstellung von Produkten. Aber sie gewinnen massenhaft neue Jobs in der Herstellung von Identitäten.

Morgenpost am Sonntag: Was darf man sich darunter vorstellen?

Janszky: Die arbeitenden Menschen werden zu Identitätsträgern und -managern. Sie beraten und begleiten andere Menschen. Statt Autos und Häuser stellen die Menschen Anerkennung, Zugehörigkeit und Identität her. In diesem Zuge werden Ärzte zu Gesundheits-Coaches, Versicherungsmakler zu Risiko-Coaches und Lehrer zu Karriere-Coaches.

Morgenpost am Sonntag: Kann man mit solchen Jobs so viel Geld verdienen, dass es dann auch zum Leben reicht?

Janszky: Wir reden über ein Zukunftsbild weit nach dem Jahr 2040. Die meisten dieser Tätigkeiten kennen wir heute noch gar nicht. Bis dahin könnte sich auch das Steuersystem grundlegend ändern.

Morgenpost am Sonntag: Welche Ideen werden dazu diskutiert?

Janszky: In einer Zeit, da die Wertschöpfung künftig immer stärker von Maschinen und weniger durch menschliche Arbeit entsteht, müssen auch die Erträge aus maschineller statt menschlicher Arbeit besteuert werden. Diese Steuereinnahmen wären die Basis für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Das könnte eine Lösung sein. Nicht heute, nicht morgen, aber in einer Gesellschaft, die sich durch die Digitalisierung grundlegend verändert hat.

Fotos: imago, PR/Roman Walczyna

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