Ehren-Marke für Dresdner Fußball-Legende!

Der Vater auf der Briefmarke, Sohn Stephan (71) daneben: „Unsere Familie freut sich über die Ehrung.“
Der Vater auf der Briefmarke, Sohn Stephan (71) daneben: „Unsere Familie freut sich über die Ehrung.“

Von Katrin Koch

Dresden - Der Mann mit der Mütze ist eine Legende: Helmut Schön (1916 bis 1996) - Deutschlands erfolgreichster Fußball-Bundestrainer [&] waschechter Dresdner.

Zu seinem 100. Geburtstag gratulieren Finanzministerium und Deutsche Post mit einer Sonder-Briefmarke (62 Cent).

Im Dynamo-Stadion nahm Schöns Sohn, der pensionierte Physiklehrer Dr. Stephan Schön (71), die Briefmarke entgegen.

„Natürlich bin ich sehr stolz drauf. Ich werde die Marke der ganzen Familie zeigen. Aber eine Devotionalienecke für Vater haben wir nicht“, schmunzelt der Schön.

Und verrät: „Ich selbst habe als Kind nur ganz selten Fußball gespielt - für Vater war das in Ordnung. Er sagte immer: Ein Fußballer in der Familie reicht.“

Die Briefmarke zu seinem 100. Geburtstag zeigt Trainer Helmut Schön mit seiner legendären Mütze.
Die Briefmarke zu seinem 100. Geburtstag zeigt Trainer Helmut Schön mit seiner legendären Mütze.

Genügend Tore hat Helmut Schön selbst geschossen. Bis 1950 in den Dresdner Vereinen Dresdensia, DSC und Friedrichstadt.

Als Nationalspieler schoss er 17 Tore bei 16 Einsätzen. Nach seiner Republikflucht 1950 wechselte er auf die Trainerseite, ab 1965 assistierte er Bundestrainer Sepp Herberger.

1964 übernahm er dessen Job. Schön führte die National-Elf 1972 zur Europameisterschaft, 1974 zum Weltmeister-Titel.

1978 beendete Schön in Frankfurt seine Karriere - Entertainer Udo Jürgens widmete ihm den Song „Der Mann mit der Mütze“.

In Dresden wird es bald neben der Helmut-Schön-Allee eine Tribüne seines Namens geben. Bürgermeister Winfried Lehmann versprach:

„Die Stein-Tribüne im Steyer-Stadion soll nach Helmut Schön benannt werden. Vielleicht auch als Ansporn, damit die Stadt weiterhin das Stadion finanziell unterstützt.“

Der ehemalige DDR-Fußball-Nationalspieler Hans-Jürgen Kreische hielt bei der Präsentation eine Rede.
Der ehemalige DDR-Fußball-Nationalspieler Hans-Jürgen Kreische hielt bei der Präsentation eine Rede.

Fotos: Steffen Füssel


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