Zum Schutz der Kinder: NRW und Niedersachsen fordern Rauchverbot in Autos

Hannover/Düsseldorf – Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben einen Vorstoß für ein Rauchverbot in Autos gestartet, wenn Kinder und Schwangere mitfahren.

Rauchen im Auto soll unter Umständen verboten werden.
Rauchen im Auto soll unter Umständen verboten werden.  © 123RF/Eleonora Vatel

"Rauchen in Autos, in denen Kinder oder Schwangere sitzen, muss verboten werden", sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch in Hannover.

Gemeinsam mit NRW sei eine entsprechende Bundesratsinitiative gestartet worden. Man hoffe, dass sich weitere Länder dieser Forderung anschließen.

Bremen hatte im April bereits seine Zustimmung für ein entsprechendes Verbot signalisiert. Der nun erarbeitete Gesetzentwurf sehe Strafen von bis zu 3000 Euro vor, berichtete die"Hannoversche Allgemeine Zeitung".

Bereits im vergangenen Herbst hatten die Gesundheitsminister sich für ein entsprechendes Verbot eingesetzt und dabei Unterstützung von der Bundesärztekammer bekommen.

Mit einem Verbot würden Ungeborene und Kinder besser vor den schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen geschützt, hieß es.

Staaten wie Großbritannien, Italien, Griechenland oder Frankreich, Südafrika und Australien haben bereits Rauchverbote in Autos eingeführt, wenn Minderjährige mitfahren.

Schadstoffkonzentration fünf Mal höher als in verrauchten Bars

"Kinder können sich dem schädlichen Qualm in Fahrzeugen nicht entziehen, die Gefahr gesundheitlicher Schädigungen ist insbesondere bei ihnen und auch bei Schwangeren besonders hoch", sagte Reimann.

Nach Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums sei die Schadstoffkonzentration in verrauchten Autos fünf Mal so hoch wie in einer durchschnittlich verrauchten Bar.

Deshalb solle kein Erwachsener in einem Fahrzeug rauchen, in dem auch Kinder oder Schwangere sitzen.

Titelfoto: 123RF/Eleonora Vatel

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