Spionage-App! China soll Muslime zwingen, sich überwachen zu lassen

Muslime unter Generalverdacht? China lässt seine muslimischen Mitbürger überwachen.
Muslime unter Generalverdacht? China lässt seine muslimischen Mitbürger überwachen.  © dpa/Sven Hoppe

Xinjiang - Was für ein erschreckender Verdacht: Laut Medienberichten soll die Verwaltung in der chinesischen Stadt Xinjiang, genauer gesagt im autonomen Gebiet der Stadt Ürümqi, ihre muslimischen Bewohner dazu aufgefordert haben, eine Spionage-App zu installieren.

Dies ginge angeblich aus einem Schriftsatz hervor, der unter anderem mittels des Messengerdienstes WeChat (chinesische Variante von WhatsApp) verteilt wurde.

Demnach müssten die Muslime die App installieren und diese würde dann das Handy, die Nachrichten und einfach alles auf Hinweise von "terroristischen Aktivitäten" untersuchen. Auch würden alle Daten auf einem Server gespeichert werden. Wer sich weigere, könne bis zu zehn Tagen ins Gefängnis wandern.

Ist dies ein weiterer Schritt in den Überwachungsstaat? Die Regierung verneint dies scheinbar. Für sie scheint es ein sinnvolles Mittel bei der Bekämpfung von Terrorismus zu sein.

Unter anderem sollen Programme wie WeChat ausspioniert werden.
Unter anderem sollen Programme wie WeChat ausspioniert werden.  © dpa/Carsten Hoefer

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