Diese Zwei retteten einen Mann vorm Feuertod

Der Kia brannte in Lugau aus. Der Fahrer hätte nicht überlebt.
Der Kia brannte in Lugau aus. Der Fahrer hätte nicht überlebt.

Von Bernd Rippert

Lugau - Im Fernsehen lief gerade der Film über Niki Lauda und seinen Beinahe-Feuertod im Rennwagen - da krachte es in der Hohensteiner Straße, ein Kia stand in Flammen. Filmreif retteten Fritz List (30) und René Rauschenbach (39) dem Fahrer das Leben.

Ein BMW-Fahrer (60) war vor dem Ortsschild auf die linke Spur geraten, hatte einen Kia (Fahrer: 44) und einen Mercedes (Fahrerin: 59) gerammt. Der Kia schleuderte in den Graben, fing Feuer (MOPO24 berichtete).

Die Helfer hörten im Haus den Unfall, stürzten ins Freie. „Das war eine gefährliche Situation“, erkannte René Rauschenbach. Aus einem haltenden Auto schnappte er sich einen Feuerlöscher, hielt damit auf den brennenden Motor.

Fritz List (30, li.) holte den Fahrer aus dem brennenden Auto. René Rauschenbach (39) versuchte, den Brand zu löschen.
Fritz List (30, li.) holte den Fahrer aus dem brennenden Auto. René Rauschenbach (39) versuchte, den Brand zu löschen.

Fritz List riss die Fahrertür auf. „Der Mann saß regungslos im heißen Wagen, hatte einen Schock“, erkannte der Retter. „Ich zog ihn aus dem Wagen und setzte ihn mit Decke in ein anderes Auto.“

Hilfe in höchster Not: „Zwei Minuten später stand der Wagen voll in Flammen“, sagt Fritz List. „Einem Menschen das Leben zu retten, fühlt sich richtig gut an.“

Findet auch sein Chef, der Niederwürschnitzer Fensterbauer Andreas Pauli (59): „Wir sind alle stolz auf Fritz. Dafür kriegt er einen Tag Sonderurlaub!“

Der Fahrer kam verletzt ins Krankenhaus. Dort landete auch der BMW-Fahrer, den die Feuerwehr Lugau aus dem Auto sägen musste. Gesamtschaden laut Polizei: rund 20.000 Euro.

Fotos: Haertelpress, Rippert, Börner


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