24-Jähriger durch Schüsse in den Kopf getötet: Mutmaßlicher Auftragsmörder verantwortlich?

Freiburg - Vor dem Landgericht Freiburg steht ein mutmaßlicher Auftragsmörder. Er soll einen 24-Jährigen in Freiburg mit zwei Kopfschüssen getötet haben. Auftraggeber des Mordes war laut Anklage ein Rechtsanwalt. Er soll in Drogen- und Geldgeschäfte verwickelt gewesen sein.

Der Prozess findet vor dem Landgericht Freiburg statt.
Der Prozess findet vor dem Landgericht Freiburg statt.  © Patrick Seeger/dpa

Nach dem gewaltsamen Tod eines 24 Jahre alten Mannes in Freiburg muss sich ein mutmaßlicher Auftragsmörder von Montag (8.30 Uhr) an vor Gericht verantworten.

Die Anklage gegen den 33 Jahre alten Mann lautet auf Mord, wie ein Sprecher des Landgerichts Freiburg sagte. Dem Deutschen wird vorgeworfen, den 24-Jährigen mit zwei Kopfschüssen getötet zu haben.

Die Tat hatte sich vergangenen Juli in einem Gewerbegebiet in Freiburg ereignet. Hintergrund waren den Ermittlern zufolge Drogen- und Geldgeschäfte.

Der Angeklagte handelte laut Staatsanwaltschaft im Auftrag eines 39 Jahre alten Rechtsanwalts. Dieser habe den Mord bei ihm in Auftrag gegeben. Der Mann, der nun vor Gericht steht, habe von dem Juristen die Tatwaffe und als Lohn für den Mord 50.000 Euro erhalten.

Der Rechtsanwalt hatte laut den Ermittlern von dem 24-Jährigen, der Opfer des tödlichen Verbrechens wurde, eine große Summe aus Drogengeschäften aufbewahrt. Er habe den Mord aus Geldgier in Auftrag gegeben. Der Jurist hatte sich im vergangenen November im Gefängnis in seiner Zelle das Leben genommen.

Mit einem Urteil im Prozess gegen den 33-Jährigen rechnet das Landgericht Ende März.

Update 12.40 Uhr: Im Prozess um einen mutmaßlichen Auftragsmord in Freiburg hat der Angeklagte eingeräumt, geschossen zu haben. Er könne sich an Details jedoch nicht mehr erinnern, sagte der 33 Jahre alte Deutsche zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Freiburg am Montag. Nach der Tat habe er von seinem Auftraggeber, einem Freiburger Rechtsanwalt, 50.000 Euro erhalten. Die Tatwaffe habe er in einen See geworfen. Gehandelt habe er aus Geldnot.

Er habe im Auftrag eines 39 Jahre alten Rechtsanwalts gehandelt, sagte der Mann und bestätigte damit die Anklage. Der Jurist hatte sich im vergangenen November, rund drei Monate nach seiner Festnahme, im Gefängnis in seiner Zelle das Leben genommen.

Blumen wurden in einem Industriegebiet niedergelegt.
Blumen wurden in einem Industriegebiet niedergelegt.  © Patrick Seeger/dpa

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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