Vater soll seine Tochter (2) zu Tode gequält haben: Jetzt muss die Verlobte vors Gericht

Frankfurt (Oder) - Sie soll tatenlos zugesehen haben, wie ihr Verlobter seine zweijährige Tochter zu Tode gequält hat: Im Prozess gegen eine 37-jährige Frau wegen Mordes durch Unterlassen sollen am Freitag (9.30 Uhr) am Landgericht Frankfurt (Oder) die Plädoyers gehalten werden.

Der Vater beim Prozessauftakt.
Der Vater beim Prozessauftakt.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, den lebensbedrohlichen Zustand des Kindes aus Eberswalde (Barnim) erkannt, aber nicht geholfen zu haben.

Der 29 Jahre alte Vater wurde bereits im Juni zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt. Der Mann, der seit Jahren von Hartz-IV lebte und regelmäßig Alkohol und Drogen konsumiert haben soll, hatte das alleinige Sorgerecht für das Mädchen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er das Kind im Jahr 2017 über sechs bis acht Wochen lang schwer misshandelte.

Das Kind war nach schweren Verletzungen zunächst ins Koma gefallen und im April 2018 im Alter von zweieinhalb Jahren gestorben. In zwei Wochen soll ein Urteil gegen die Frau gesprochen werden.

Der Mann wurde im Juni zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der Mann wurde im Juni zu lebenslanger Haft verurteilt.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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