60 Jahre Trabi: Horch-Museum feiert "Rennpappe" mit Sonder-Ausstellung

Ein Trabant im Stil eines Formel 1-Rennwagens. Der Formel junior 600 wurde von einem Trabi-Motor angetrieben, hatte allerdings 30 PS und fuhr stolze 130 Km/h.
Ein Trabant im Stil eines Formel 1-Rennwagens. Der Formel junior 600 wurde von einem Trabi-Motor angetrieben, hatte allerdings 30 PS und fuhr stolze 130 Km/h.  © Maik Börner

Zwickau - "Ersehnt, geliebt, gehasst, unvergessen" - der Trabant hat alles durch. Der "Volkswagen der DDR" hat automobile Geschichte geschrieben. Vor allem in Zwickau, wo er von 1958 bis 1991 gebaut wurde. Exakt 3.096099 "Rennpappen" liefen dort vom Band. Zum 60. Geburtstag widmet dem Trabi das August-Horch-Museum eine Sonderausstellung.

In genau der Montagehalle des alten Sachsenring-Werkes, in der früher Karosse und Motor vereint wurden, sind ab sofort 21 Fahrzeuge zu sehen. "Der Trabant ist ein Symbol, ein markanter Meilenstein einer etwas anderen deutschen Gesellschafts- und Technikgeschichte", erklärt Museums-Chef Thomas Stebich (45).

Dass die Liebe der Deutschen zum Trabant gerade scheinbar neu entflammt, erklärt sich Stebich vor allem mit Emotionen. "Rückblickend war jede Fahrt mit dem Trabi toll."

Zu sehen ist in der neuen Sonderausstellung auch die legendäre "Trabant-Geheimwaffe" - der Trabant mit Wankelmotor. Dieser Kreiskolbenantrieb - von Felix Wankel in den 1930er Jahren entwickelt - sollte dem Trabi neues Leben einhauchen und zu ungeahntem Tempo verhelfen.

"Damit hängen wir Mercedes ab", hieß es damals. Es blieb ein Wunschtraum.

Heiß begehrt im Osten und auch im Exportkatalog zu finden: Der Camptourist-Campingwagen, eine Kombination aus Wohnwagen und Zelt. Die Sonderschau zeigt den CT 6-2 von 1981.
Heiß begehrt im Osten und auch im Exportkatalog zu finden: Der Camptourist-Campingwagen, eine Kombination aus Wohnwagen und Zelt. Die Sonderschau zeigt den CT 6-2 von 1981.  © Maik Börner
Ein Traum von Cabrio. Ein Trabant Tramp mit Museums-Sprecherin Annett Kannhäuser (48) und Museums-Chef Thomas Stebich (45).
Ein Traum von Cabrio. Ein Trabant Tramp mit Museums-Sprecherin Annett Kannhäuser (48) und Museums-Chef Thomas Stebich (45).  © Maik Börner
Museums-Chef Thomas Stebich (45) wirft einen Blick auf die Trabant-Geheimwaffe: Einen Trabi mit Wankel-Motor.
Museums-Chef Thomas Stebich (45) wirft einen Blick auf die Trabant-Geheimwaffe: Einen Trabi mit Wankel-Motor.  © Maik Börner

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