Alarm! Freibäder saufen finanziell ab

Crossens Freibad-Chef
Carol Forster vor seinem leeren Bad. Das Wetter vergrault
die Gäste.
Crossens Freibad-Chef Carol Forster vor seinem leeren Bad. Das Wetter vergrault die Gäste.  © Klaus Jedlicka

Zwickau - Das trübe Wetter versetzt Carol Forster derzeit in helle Aufregung. Der Chef des Betreibervereins des Freibades in Crossen beobachtet alarmiert die Besucherzahlen. Die liegen deutlich unter den kalkulierten Erwartungen.

„Um zu überleben, brauchen wir 22.000 Besucher pro Saison. Gegenwärtig liegen wir bei 10.000“, sagt Forster.

Er bezweifelt, das in den noch bevorstehenden rund eineinhalb Monaten der Badesaison die Verluste kompensiert werden können. Auch beim 04-Bad ist die Stimmung getrübt. "Es sieht nicht gut aus. Wir warten auf den Sommer, der nicht kommt", so Chef Arne Pflug.

Was passiert nun? "Schließen werden wir nicht gleich", meint Forster. Aber dringend notwendige Kleinreparaturen müssen aufgeschoben werden. "Dafür reicht unser Geld nicht."

In diesem Zusammenhang lenken Forster und Pflug erneut die Debatte auf die Zuschüsse durch die Stadt Zwickau. Die beiden freien Bäder bekommen jeweils 15.000 Euro pro Jahr. "Zu wenig. Wir brauchen 10.000 Euro mehr", macht Forster klar.

Ein in die Diskussion eingebrachter Vorschlag einer einmaligen Zahlung lehnen Forster und Pflug ab.

"Das nützt uns nichts. Wir brauchen kontinuierlich mehr Unterstützung."

Titelfoto: Klaus Jedlicka


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