Zwickau guckt (mal wieder) in die Röhre: Baufiasko bei Sachsens ältester Holzbrücke

Zwickau - Erst das Gewandhaus, nun der Röhrensteg: Irgendwie schaut Zwickau bei der Sanierung von historischen Bauten immer wieder in die Röhre.

Der Röhrensteg in Zwickau - ein Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert - ist kaputter als gedacht.
Der Röhrensteg in Zwickau - ein Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert - ist kaputter als gedacht.  © Kristin Schmidt

Wie schon beim Gewandhaus wird sich wohl auch die Sanierung der ältesten sächsischen Holzbrücke - dem Röhrensteg (Baujahr 1535) - deutlich verteuern.

"Der Röhrensteg ist unser Sorgenkind", räumt Zwickaus Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn (51) ein. Der Zustand des Baudenkmals ist deutlich schlechter als per Gutachten erwartet. Das beim Bau verwendete Holz ist teilweise verfault. Auch die Träger sind stärker mitgenommen als erwartet.

Das lässt - so wie beim Gewandhaus - die Kosten erneut explodieren. Statt der ursprünglich veranschlagten rund 450.000 Euro wird die Sanierung wohl über 600.000 Euro kosten. Das letzte Wort dazu hat am Dienstag der Finanzausschuss.

Um die zusätzlichen Gelder aufbringen zu können, sperrt die Stadt zwei andere Maßnahmen (Sonderprogramm Straßenbau Marienthaler Straße, Bau von Stützmauern) und zieht die dort eingeplanten Eigenanteile ab.

Die Bauzeit verlängert sich bis September.

Zwickaus Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn (51) nennt den Röhrensteg das gegenwärtige "Sorgenkind" bei den Baumaßnahmen.
Zwickaus Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn (51) nennt den Röhrensteg das gegenwärtige "Sorgenkind" bei den Baumaßnahmen.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Kristin Schmidt, Sven Gleisberg


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