Homosexualität, Tod und Mobbing: Diese sächsische Autorin erklärt Kindern die Welt

Zwickau - Homosexualität, Tod, Flüchtlingskrise, Mobbing - das sind allesamt Themen, die man auf den ersten Blick nicht in Kinderbüchern vermuten würde. Doch die Zwickauer Autorin Nicole Schwalbe (44) alias "Lilly Fröhlich" scheut sich nicht davor, in ihren "Mia-Büchern" vermeintliche Tabu-Themen anzusprechen.

Autorin Nicole Schwalbe (44) macht es Kindern leicht, die komplizierte Welt zu verstehen.
Autorin Nicole Schwalbe (44) macht es Kindern leicht, die komplizierte Welt zu verstehen.  © Klaus Jedlicka

"Ich will die Welt so zeigen, wie sie ist. Ich male nicht alles rosarot." Klare Worte von der Zwickauer Kinderbuchautorin "Lilly Fröhlich". Und der Erfolg gibt ihr recht: Die Geschichten rund um die kleine Mia und ihren Pinguin Fridolin haben es schon an die Wiener Staatsoper geschafft. Dabei sind die Themen eher ungewöhnlich: So geht's im ersten Band der Kinderbuchreihe um eine Patchworkfamilie, inspiriert wurde die Mutter von fünf Kindern dazu von ihrem eigenen Privatleben. "Ich lebe selbst in einer kunterbunten Patchworkfamilie", erzählt die Autorin, "da war das Thema natürlich naheliegend."

Auch ihr neues Buch, das die Autorin am 26. April in der Zwickauer Thalia-Filiale (Innere Plauensche Straße 31) vorstellt, ist keine leichte Kost. "In 'Mia und die Zirkusfamilie' werden Fragen aufgeworfen, wie Zirkusfamilien eigentlich leben", erklärt Schwalbe. "Außerdem wird in diesem Buch ein Todesfall und die Trauerbearbeitung behandelt, denn Kinder fragen nach Sterben."

Die Autorin verfolgt mit ihren Büchern (Twentysix-Verlag, 9,99 Euro) ein klares Ziel: "Wenn ich den Kindern ein bisschen Toleranz mitgeben kann, macht mich das sehr glücklich."


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