Mehrere Fälle in wenigen Stunden: Enkeltrickser und falsche Polizisten unterwegs

Zwickau/Chemnitz - Innerhalb weniger Stunden haben Betrüger am Donnerstag versucht ältere Personen mit dem "Enkeltrick" reinzulegen.

Viele Senioren sind vorsichtig geworden, wenn vermeintliche Verwandte sie nach Geld fragen. (Symbolbild)
Viele Senioren sind vorsichtig geworden, wenn vermeintliche Verwandte sie nach Geld fragen. (Symbolbild)  © 123RF

Wie die Polizei Zwickau mitteilt, wurden seit Donnerstagmittag 14 Fälle in Plauen, Zwickau, Glauchau und Werdau gemeldet.

"Unbekannte hatten lebensältere Bürger angerufen, sich als Verwandte ausgegeben und Bargeld gefordert. Oft wurde der Grund einer finanziellen Notsituation genannt", teilte die Polizei Zwickau am Freitag mit.

Die Angerufenen wurden zum Glück schnell skeptisch und gingen nicht auf die Forderungen der Betrüger ein, sondern verständigten die Polizei.

Bereits am Mittwoch versuchte ein Täter in Oberlungwitz sein Glück: Ein 85 Jahre alter Mann erhielt einen Anruf von angeblichen Bekannten, die für einen Grundstückskauf einen fünfstelligen Betrag benötigten. "Der 85-Jährige war misstrauisch und informierte die Polizei. Zu einem erneuten Anruf durch den Unbekannten kam es nicht", so die Polizei.

Wer solche oder ähnliche Anrufe von vermeintlichen Verwandten erhält, dem rät die Polizei misstrauisch zu sein. Es sollten in keinem Fall Geld oder Wertsachen an Fremde übergeben, sondern die Polizei informiert werden.

Polizei warnt vor falschen Bußgeldern

In Crimmitschau haben es Betrüger mit einer anderen Methode versucht an persönliche Daten zu kommen: Ein angeblicher Polizist rief am Mittwochabend bei einer 84-jährigen Crimmitschauerin an. Er fragte die Frau nach persönlichen Daten und Bankgeschäften. Die Seniorin fiel aber nicht auf den Trick herein und verriet dem Unbekannten keine der geforderten Daten. Dafür verständigte die Frau die richtige Polizei.

Im Bereich der Chemnitzer Polizei kursieren dagegen derzeit E-Mails mit gefälschten Bußgelbescheiden. Die Schreiben kommen angeblich von der Brandenburger Polizei ("Zentraldienst der Polizei Brandenburg". "Die Empfänger werden darin aufgefordert, für einen angeblichen Geschwindigkeitsverstoß ein Bußgeld zu überweisen und über einen Link persönliche Daten anzugeben", so eine Polizeisprecherin.

Vier Firmen in Chemnitz, Freiberg und Marienberg erhielten solche Zahlungsaufforderungen und verständigten daraufhin die Polizei. Die Polizei in Brandenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und eine Warnmeldung veröffentlicht.

Wer eine solche E-Mail bekommt, wird zur Vorsicht geraten. Auf keinen Fall die Bußgelder bezahlen oder die enthaltenen Links öffnen!

Titelfoto: 123RF

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