Hickhack um Fundtiere geht weiter: Zwickau hebt Vertrag mit Tierheim Röhrsdorf wieder auf

Zwickau/Chemnitz - Zweite Wende im Tierheim-Krimi: Die Stadtverwaltung Zwickau hat den im Stadtrat beschlossenen Fundtiervertrag mit dem Tierheim Röhrsdorf wieder aufgehoben.

Stadt-Sprecher Mathias Merz.
Stadt-Sprecher Mathias Merz.  © Pro Picture/Ralph Köhler

Die Vergabekammer hat offensichtlich Unstimmigkeiten im Vergabeverfahren bemängelt. Deshalb hat Zwickau den Deal mit Röhrsdorf, der zum neuen Jahr in Kraft treten sollte, vorzeitig platzen lassen.

Auslöser der Vertragsauflösung war der Tierschutzverein Zwickau und Umgebung. Dieser hatte Widerspruch gegen die Vergabe eingelegt. Was genau von der Vergabekammer kritisiert wurde, will die Stadt nicht offenlegen. "Aufgrund der Vorbereitung der neuen Ausschreibung", sagte Stadt-Sprecher Mathias Merz. Spätestens im März soll ein neuer Vergabebeschluss gefasst werden.

Im Oktober hatte der Stadtrat dem dreijährigen Vertrag mit Röhrsdorf trotz Bedenken im Finanzausschuss zugestimmt. Aktuell besteht ein Vertrag mit dem Tierheim Vielau.

Bis zur neuen Vergabe hat Zwickau eine Interimslösung parat: Fundtierabholungen sind beim städtischen Fundbüro anzumelden (Tel.: 0375/833214).

Tierheimchefin Dr. Claudia Ruf (45) befürchtet, Mitarbeiter entlassen zu müssen, sollte die Stadt Zwickau den Fundtiervertrag nicht fortführen (Archiv).
Tierheimchefin Dr. Claudia Ruf (45) befürchtet, Mitarbeiter entlassen zu müssen, sollte die Stadt Zwickau den Fundtiervertrag nicht fortführen (Archiv).  © Klaus Jedlicka

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