Türsteher mit abgebrochenem Flaschenhals niedergestochen

Die Absperrung an der Sainitätsstelle" kurz nach der Bluttat.
Die Absperrung an der Sainitätsstelle" kurz nach der Bluttat.  © Haertelpress/Harry Härtel

Chemnitz - Die Party begann um 23 Uhr. Der Club "Sanitätsstelle" gilt als entspannt - am 6. Mai 2016 endete die Sause für Türsteher Rick D. (29) mit einer Not-OP - er wurde niedergestochen. Sein Angreifer steht seit Mittwoch vor Gericht.

Zohri L. (23) war aus Zwickau angereist. Der Italiener wollte mit Freunden in dem Club an der Altchemnitzer Straße feiern. Doch an der Tür war Schluss. Rick D.: "Der Mann konnte sich nicht ausweisen. Wir haben es ihm auf deutsch, englisch und spanisch erklärt."

Doch Zohri L. wollte unbedingt feiern - drei Mal versuchte er es innerhalb einer Stunde. Dann die Attacke. 

Rick D.: "Er legte seinen Arm um meinen Hals. Ich drückte ihn weg, dann bemerkte ich schon das Blut."

Zohri L. muss sich jetzt wegen versuchten Totschlags verantworten.
Zohri L. muss sich jetzt wegen versuchten Totschlags verantworten.  © Harry Härtel/Haertelpress

Rick D. suchte Hilfe an der Bar, der Angreifer flüchtete. Besucher verfolgten ihn, wenig später wurde er festgenommen. Schnell war klar: Der Mann hatte drei Mal mit einem abgebrochenen Flaschenhals zugestochen. Die Hauptschlagader wurde um einen Zentimeter verfehlt.

Rick D.: "Ich hatte mit meinem Leben abgeschlossen." Glück im Unglück: Weil der Barkeeper des Clubs als OP-Helfer arbeitet und der zweite Türsteher eine Sanitäter-Ausbildung bei der Bundeswehr gemacht hatte, konnte Rick D. gerettet werden.

Zohri L. stellte die Attacke als Unfall dar: "Es tut mir leid, ich wollte ihn nicht verletzen." Ein Urteil wird Mitte November erwartet. Zohri L. drohen bis zu 10 Jahre Haft.

Rick D. (29) lag drei Tage im Krankenhaus.
Rick D. (29) lag drei Tage im Krankenhaus.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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