Warum wurde in Crossen einfach der Radweg vergessen?

ADFC-Landes-Chef Konrad Krause (34) bemängelt den Stellenmangel im Straßenbauamt.
ADFC-Landes-Chef Konrad Krause (34) bemängelt den Stellenmangel im Straßenbauamt.  © Ove Landgraf

Zwickau - Radweg-Zoff im Landtag: Der Freistaat hat die neue Ortsumgehung bei Crossen ohne einen Radweg geplant. Laut Koalitionsvertrag muss dort aber zwingend einer hin.

Grünen-Abgeordnete und gebürtige Zwickauerin Katja Meier (37) schimpft: „Da es sich bei der geplanten Ortsumfahrung zur B 93 zwischen Crossen und Zwickau um eine Staatsstraße handelt, pfeift die Staatsregierung hier offenkundig auf den Koalitionsvertrag.“

Denn dort steht drin, dass beim Aus- und Neubau von Bundesstraßen ein Radweg gebaut werden muss.

Das Problem ist laut ADFC die Bedarfs-Analyse. „Die Behörden zählen die Radfahrer auf den Bundes- und Staatsstraßen und ermitteln so den Radwegbedarf“, erklärt ADFC-Landes-Chef Konrad Krause (34).

„Da fährt doch keiner lang - außer ein paar Mutige. Wenn es nicht so gefährlich wäre, würden mehr Leute Rad fahren.“

Der ADFC fordert deshalb neue Stellen im Straßenbauamt - nur für Radverkehr, ist bereits im Gespräch mit dem Verkehrsministerium.





An der neuen Staatsstraße bei Crossen fehlt der Radweg.
An der neuen Staatsstraße bei Crossen fehlt der Radweg.  © Pro Picture/Ralph Köhler

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