"Reserviert für Volksverräter": Rechtsradikaler Plakat-Ärger erreicht Landkreis Zwickau

Zwickau - Ärger mit der rechtsradikalen Partei "Der III. Weg" gibt es nun auch im Landkreis Zwickau. FDP-Landtagskandidat Leon Köhler (18) aus Meerane erstattete Anzeige wegen Volksverhetzung.

Auch in Werdau sorgten "Der III. Weg"-Plakate für Ärger.
Auch in Werdau sorgten "Der III. Weg"-Plakate für Ärger.  © Ralph Köhler

Wie bereits in Chemnitz plakatierten die Rechtsradikalen rund um Zwickau ebenfalls ihre Wahlwerbung mit dem Titel "Reserviert für Volksverräter". Während die Stadt Chemnitz sofort reagierte und die Plakate abhängen ließ, sorgen sie von Zwickau bis Crimmitschau weiter für Aufregung.

Leon Köhler ist empört: "Die Plakate hängen an Laternen und erinnern fatal an die NS-Zeit, als Kriegsverweigerer tatsächlich öffentlich aufgehängt wurden. Das ist für mich ein verwerflicher Gewaltaufruf, der den demokratischen Wettbewerb vergiftet."

Der Abiturient und FDP-Kandidat fordert die Kommunen in Westsachsen auf, "sich an Chemnitz ein Beispiel zu nehmen und gegen diese Volksverhetzung vorzugehen". Diese Forderung richtete Leon Köhler auch in Briefen an die Oberbürgermeister von Werdau und Crimmitschau.

FDP-Landtagskandidat Leon Köhler (18) erstattete Anzeige wegen Volksverhetzung.
FDP-Landtagskandidat Leon Köhler (18) erstattete Anzeige wegen Volksverhetzung.  © Farbkontrast

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