Frauenleiche in Koffer versteckt: Ehemann muss in den Knast

Zwickau/Dortmund - Das Dortmunder Schwurgericht hat einen 24-jährigen Afghanen aus Zwickau am Donnerstag wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Der Angeklagte hatte im Prozess zu den Tatvorwürfen geschwiegen.
Der Angeklagte hatte im Prozess zu den Tatvorwürfen geschwiegen.  © dpa/Bernd Thissen

Die Richter sind davon überzeugt, dass der Angeklagte im Juli 2019 in Dortmund seine Ehefrau mit 76 Messerstichen getötet und die Leiche anschließend in einem Koffer versteckt hat.

Der Mann hatte im Prozess zu den Tatvorwürfen geschwiegen (TAG24 berichtete).

Laut Urteil müssen die Hintergründe der Bluttat im Dunklen bleiben. Fest stehe nur, dass es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Eheleuten gekommen sei, in deren Verlauf der Angeklagte ein Messer zückte und immer wieder zustach.

Darüber hinaus soll der 24-Jährige das Opfer auch noch mit einem Schnürsenkel stranguliert haben. Als Todesursache stellten die Rechtsmediziner Verbluten nach innen und außen fest.

Das Mordmerkmal "Grausamkeit" konnten die Richter laut Urteil nicht feststellen. Es könnten keine sicheren Angaben dazu gemacht werden, zu welchem Zeitpunkt das Opfer das Bewusstsein verloren habe, hieß es in der Begründung.

Dennoch bleibe festzuhalten: "Ein Totschlag, bei dem mit einer solchen Intensität auf das Opfer eingewirkt wird, ist sehr, sehr außergewöhnlich", so Richter Peter Windgätter.

Titelfoto: dpa/Bernd Thissen

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