Nach dramatischem Hubschraubereinsatz: Polizei sucht Zeugen

Rosmarie Georgi hörte beim Spaziergang mit ihren Hunden die lauten 
Schreie.
Rosmarie Georgi hörte beim Spaziergang mit ihren Hunden die lauten Schreie.  © Uwe Meinhold

Zwickau - Laute Schreie hallten am Donnertsagabend durch Marienthal (TAG24 berichtete). Die Polizei suchte danach mit dem Hubschrauber nach einer Frau in Not. Erfolglos. Doch Anwohnerin Rosmarie Georgi (79) ist sich sicher: „Hier könnte ein Verbrechen passiert sein."

Rosmarie Georgi lief abends mit ihren Hunden über die Felder hinter der Bülaustraße. "Da hörte ich Schreie, eindeutig menschliche Schreie. Es klang als ob eine Frau etwas Fürchterliches erlebt."

Notruf bei der Polizei. Die Beamten waren schnell da, suchten im Dunkeln zu Fuß die Felder ab. Später kam ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera zu Hilfe. "Wir konnten keine hilflose Person finden und brachen den Einsatz nach zwei Stunden ab", sagt Polizeisprecherin Anett Münster (39).

Rosmarie Georgi lassen die Schreie nicht los. "Ich hatte mich noch am Abend mit meiner Tochter an der Suche beteiligt. Am Morgen sind sechs Nachbarn mit mir über die Feldwege gelaufen. Wir haben auch nichts gefunden."

Eine Frau war in Marienthal in Not - davon ist die Rentnerin überzeugt. "Noch mehr Leute hörten die Schreie. Vielleicht konnte sich das Opfer aus einer gefährlichen Situation befreien. Dann läuft aber ein Straftäter frei herum."

Polizeisprecherin Münster nimmt die Hinweise ernst, bittet Zeugen sich zu melden: 0375/4 45 80.

Titelfoto: Uwe Meinhold, dpa


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