Was weiß der Zwickauer Oberstaatsanwalt über das NSU-Trio?

Der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner muss vor den NSU-Ausschuss.
Der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner muss vor den NSU-Ausschuss.  © DPA

Dresden/ Zwickau - Der NSU-Untersuchungsausschuss des Sächsischen Landtages vernimmt am Montag erstmals zwei Justizvertreter.

Der Zwickauer Oberstaatsanwalt Holger Illing und der Leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner sollen dann dem Gremium Rede und Antwort stehen, teilte die stellvertretende Ausschussvorsitzende Kerstin Köditz (Linke) mit.

Im Mittelpunkt stehen die anfänglichen Ermittlungen gegen Beate Zschäpe, nachdem sie am 4. November 2011 die geheime Unterkunft der Neonazi-Terroristen in der Zwickauer Frühlingsstraße in Brand setzte und flüchtete. 

lling ermittelte damals wegen schwerer Brandstiftung gegen Zschäpe. Der Ausschuss hat bisher 17 Zeugen vernommen, zumeist Polizisten.

Die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) hatte jahrelang unentdeckt in Zwickau gelebt. Das Trio mit Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Zschäpe wird für zehn Morde und weitere Straftaten verantwortlich gemacht.

Böhnhardt und Mundlos nahmen sich nach einem Banküberfall in Eisenach vor fünf Jahren das Leben. Zschäpe steht derzeit in München vor Gericht.

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