Klassenerhalt und Lizenz mit Auflagen: Wie geht es beim FSV weiter?

Zwickau – Seit Ende letzter Woche haben sie es beim FSV Zwickau gleich doppelt schwarz auf weiß: Der DFB erteilt die Lizenz für die Drittliga-Saison 2018/19 und die sportliche Qualifikation ist vier Spieltage vor Ultimo ebenfalls fix.

In der kommenden Saison plant der FSV mit 4.700 Zuschauern pro Heimspiel.
In der kommenden Saison plant der FSV mit 4.700 Zuschauern pro Heimspiel.  © Picture Point/Gabor Krieg

Das Heimspiel am Montag gegen den Karlsruher SC (18.30 Uhr) ist somit eine entspannte Angelegenheit.

In Zeiten, da viele Drittligisten finanziell am Stock gehen, binnen eines Jahres mit dem VfR Aalen, FSV Frankfurt, Rot-Weiß Erfurt und dem Chemnitzer FC gleich vier Vereine Insolvenz beantragt haben, mit RWE und dem CFC zudem zwei alteingesessene Drittligisten auch sportlich die Segel strichen, ist das keine Selbstverständlichkeit!

In der Stadionallee haben sie logischerweise aufgeatmet, als alles durch war. Vor allem der Zulassungsbescheid aus Frankfurt am Main. Auch wenn dieser an klare Auflagen geknüpft ist.

So schrieb der DFB ins Stammbuch, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit klar zu unterfüttern ist. Die Westsachsen müssen liquide Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro (Gesamtetat 6,44 Mio. Euro) nachweisen.

Hierzu zählt die Vorlage weiterer Sponsorenverträge, die noch in Verhandlung sind. Falls der Sponsoring-Nachweis nicht erbracht wird, muss der FSV entweder an der Kostenschraube drehen und die Spieltagsausgaben reduzieren oder aber Fremdkapital (z.B. Darlehen) zuführen.

Eine weitere Möglichkeit, die Liquidität nachzuweisen, bieten die Zuschauereinnahmen. "Deshalb werden wir die letzten Heimspiele und das Testspiel gegen den VfB Stuttgart intensiv bewerben", ließen die Westsachsen diesbezüglich verlautbaren. Aktuell beträgt der Schnitt 4.877 Zuschauer (Plan: 5.100). Für die kommende Saison kalkuliert der Verein nur noch 4.700 Besuchern pro Spiel ein. "Von Risikospielen abgesehen, bei denen höhere Kosten für die Stadionsicherheit entstehen, schreiben wir ab 3.300 Zuschauern schwarze Zahlen", so FSV-Boss Tobias Leege.

Beste Werbung sind positive sportliche Ergebnisse oder Gegner wie der Karlsruher SC. Für Montagabend plant der Verein mit mindestens 5.000 Zuschauern, so FSV-Pressesprecher Daniel Sacher.


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