Sächsische Aids-Medaille geht an Sexualpädagogin aus Zwickau

Zwickau - Die Zwickauer Sexualpädagogin Edda Weiß erhält am Dienstagabend die Aids-Medaille des Freistaates Sachsen.

Die 64-jährige hat sich fast 20 Jahre lang für die AIDS-Prävention der Region stark gemacht. Dafür wird sie mit der Sächsischen AIDS-Medaille ausgezeichnet.
Die 64-jährige hat sich fast 20 Jahre lang für die AIDS-Prävention der Region stark gemacht. Dafür wird sie mit der Sächsischen AIDS-Medaille ausgezeichnet.  © DPA

Die Verleihung in Zwickau (ab 19.00 Uhr) erfolgt durch Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU). Als langjährige Koordinatorin der Aids-Hilfe Westsachsen setzte Edda Weiß das Thema Aids und HIV immer wieder auf die Agenda.

Als gelernte Erzieherin und spätere Bildungsreferentin hatte sie zwar schon immer mit Kindern und Jugendlichen zu tun. "Aber als ich beim Einkaufen in einem Drogeriemarkt gefragt wurde, ob ich in der Aids-Hilfe arbeiten möchte, habe ich lange überlegt, ob ich das kann, und das nicht nur wegen der Kondom-Übung."

Sie konnte und begann mit Anfang 40 nochmal ein Studium der Sexualpädagogik. Über die Jahre beantwortete sie Tausende neugierige Fragen rund um das große Thema Sexualität. Denn neben der Betreuung Betroffener sind die vier sächsischen Beratungsstellen vor allem in der Prävention tätig.

In Sachsen haben sich demnach 2017 rund 150 Menschen neu mit dem Virus angesteckt. Im Freistaat leben 2100 Menschen mit einer HIV-Diagnose. Die tatsächliche Zahl der Betroffenen in Sachsen schätzt das RKI auf mehr als 2600.

"Aber obwohl wir in einer Gesellschaft leben, in der vermeintlich jeder alles über Sex weiß, gibt es noch so viele Tabus. Aufklärung ist wichtiger denn je", schilderte die Zwickauerin.

Titelfoto: DPA

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