Energieriese macht zehn Millionen Gewinn, wovon nix übrig bleibt

Im Heizkraftwerk Zwickau Süd wird dieses Jahr fleißig investiert. Einen neuartigen Kessel zur Wärmeerzeugung will die ZEV dort installieren.
Im Heizkraftwerk Zwickau Süd wird dieses Jahr fleißig investiert. Einen neuartigen Kessel zur Wärmeerzeugung will die ZEV dort installieren.  © Maik Börner

Zwickau - Die Zwickauer Energieversorgung (ZEV) hat 2016 bei einem Umsatz von 115 Millionen Euro rund zehn Millionen Euro Gewinn nach Steuern erwirtschaftet - von denen aber nichts geblieben ist. "Wir haben das Geld planmäßig an unsere drei Gesellschafter abgeführt", sagt der kaufmännische Geschäftsführer Volker Schneider.

Einer der Gesellschafter ist die Stadtwerke-Holding, die ihren Anteil laut Schneider dazu verwenden wird, um Defizite bei den Städtischen Verkehrsbetrieben abfedern zu können. Die Zahl der ZEV-Privatkunden (rund 75 000) blieb 2016 stabil (minus 1,5 Prozent).

Große Pläne hat der Energieriese mit dem Heizkraftwerk Zwickau Süd vor. Dort soll ein sogenannter "Power-to-Heat-Kessel" gebaut werden (ca. 250 000 Euro). "Der funktioniert wie ein riesengroßer Tauchsieder", erklärt der technische Geschäftsführer André Hentschel (47). Mithilfe von selbst erzeugtem Strom soll Wasser erwärmt werden. "Das System ist neu, wir testen es erst einmal", so Hentschel.

Neu gebaut werden sollen zudem sechs Elektro-Zapfsäulen im Stadtgebiet.

Zufrieden mit der ZEV-Bilanz 2016: Die Geschäftsführer Volker Schneider (58, li.) und André Hentschel (47). Die ZEV machte 10 Millionen Euro Gewinn.
Zufrieden mit der ZEV-Bilanz 2016: Die Geschäftsführer Volker Schneider (58, li.) und André Hentschel (47). Die ZEV machte 10 Millionen Euro Gewinn.  © Maik Börner

Titelfoto: Maik Börner


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