König und Eisele in bester Torlaune: Dezimierter FSV ist nicht zu stoppen

Tor für Zwickau: Ronny König trifft zum 0:2.
Tor für Zwickau: Ronny König trifft zum 0:2.  © Picture Point/Gabor Krieg

Erfurt - Der FSV Zwickau hat im Ostduell bei Rot-Weiß Erfurt trotz 50-minütiger Unterzahl klar die Oberhand behalten und vor 6025 Zuschauern im Steigerwaldstadion einen 3:0 (2:0)-Sieg eingefahren.

Erfurt präsentierte sich zu Beginn nicht gerade wie ein Absteiger. Dafür sorgten insbesondere die zuletzt vereinslosen Marcel Kaffenberger und Nermin Crnkic, die gegen Zwickau ins kalte Wasser geschmissen wurden.

Nach unfreiwiliger Kopfballverlängerung von René Lange setzte Crnkic einen Flugkopfball Zentimeter über das Tor (4.), Kaffenberger traf per direktem Freistoß die Querlatte (12.).

FSV-Coach Torsten Ziegner hatte im Vorfeld noch extra vor der Erfurter "Wundertüte" gewarnt. Dennoch tat sich seine Elf schwer und es war der gegnerischen Abschlussschwäche sowie Keeper Johannes Brinkies zu verdanken, dass es bis zur 35. Spielminute noch 0:0 stand.

v.l.: Ronny König / Koenig (15, Zwickau), Nico Antonitsch (35, Zwickau) und Jan Washausen (21, Zwickau) bejubeln das 0:2.
v.l.: Ronny König / Koenig (15, Zwickau), Nico Antonitsch (35, Zwickau) und Jan Washausen (21, Zwickau) bejubeln das 0:2.  © Picture Point /Gabor Krieg

Erfurt machte bis dato das Spiel, aber Zwickau das erste Tor. Ausgehend von einem eigenen Einwurf lief der Ball endlich mal schnell über die Außenbahn. Mike Könnecke schickte Nils Miatke auf die Reise, der sofort auf den Elfmeterpunkt zu Fabian Eisele flankte. Und der Angreifer hat einfach einen Lauf, tanzte mit einer Selbstverständlichkeit Kusi Kwame aus, ehe er Philipp Klewin mit einem verdeckten Schuss überwand (35.).

Das Spiel befand sich nun in der richtigen Bahn. Eigentlich... Denn nur sechs Minuten später flog Miatke vom Platz. Was war passiert? Ein an sich harmloser Zweikampf zwischen Miatke und Crnkic, bei dem sich beide Spieler mit den Füßen verhakten. Als Miatke wieder aufstehen will, bekommt er von Crnkic einen leichten Tritt versetzt, springt wie von der Tarantel gestochen auf und schubst seinen Kontrahenten um - dafür gab´s glatt Rot. Etwas mehr Fingerspitzengefühl und Gelb für beide Streithähne hätte es auch getan.

Aber der FSV ließ sich davon nicht beirren! Mit dem Pausenpfiff erzielte Ronny König auf Freistoßvorlage von Bentley Baxter Bahn das 2:0 (45.+1.) und kurz nach dem Seitenwechsel nach Vorarbeit von Anthony Barylla das 3:0. Die Westsachsen wollten gar keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wer den Platz als Sieger verlässt. Jeder ging einfach einen Meter mehr. So wurde nicht nur die Unterzahl kompensiert, sondern der bisher höchste Saisonsieg eingefahren.


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